Google Earth Abgeordneter will öffentliche Gebäude verschwinden lassen

Die Terroristen von Mumbai sollen ihre Anschläge mit Hilfe von Google Maps vorbereitet haben. Deshalb hat ein amerikanischer Abgeordneter jetzt ein Gesetz vorgelegt, dass Mapping-Diensten detaillierte Bilder öffentlicher Gebäude verbieten würde.

Wegen der potentiellen Bedrohung durch Terroristen will ein kalifornischer Abgeordneter erreichen, dass auf Diensten wie Google Earth oder Google Maps bestimmte Bilder nicht mehr in allen Details abgebildet werden. Wie die "Computerworld"  berichtet, hat der republikanische Politiker Joel Anderson einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach Schulen, Krankenhäuser, Kirchen und Regierungsgebäude in Zukunft verfremdet werden müssten.

"Wir haben von Terroristen gehört, die an den Anschlägen in Mumbai im letzten Jahr beteiligt waren, die Google Maps genutzt haben, um ihre Ziele auszuspionieren", sagte Anderson der "Computerworld". Im Allgemeinen sei er nicht gegen Mapping-Dienste, aber: "Bloß, weil das Wissen da ist, heißt es nicht, dass die Informationen auch nützlich sind", so Anderson. Der Gesetzentwurf behindere nicht die generelle Nutzung, könne aber einen Missbrauch verhindern.

Google sucht jetzt offenbar das Gespräch mit dem Abgeordneten Anderson. Doch wenn das Gesetz in Kalifornien verabschiedet wird, käme nicht nur auf Google ein enormer Aufwand zu. Auch Behörden, die selbst einen Mapping-Dienst auf ihren Internet-Seiten nutzen, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren, wären möglicherweise betroffen - die visuell unterfütterte Wegbeschreibung auf der Website würde zum Gesetzesbruch. Anderson zeigte sich trotz aller Kritik optimistisch, dass andere Staaten nachziehen würden, wenn das Gesetz in Kalifornien Erfolg hätte.

can
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.