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Focus on the user: Browser-Erweiterung für relevantere Google-Treffer

Google+ Facebook-Programmierer verbessern Google-Suche

Zwei Klicks für relevantere Treffer: Entwickler von Facebook, Twitter und MySpace haben eine Browser-Erweiterung veröffentlicht. Sie ergänzt Googles Werbeeinblendung für das Google-Netzwerk in Suchergebnissen um andere, zum Teil hilfreichere Quellen. Wir zeigen, wie man den Helfer installiert.

Als Google Mitte Januar seine englischsprachige Suchseite zur Werbefläche für das eigene soziale Netzwerk Google+ ausbaute, bezeichnete ein Twitter-Manager die Neuerung öffentlich als "einen schlechten Tag für das Internet". Google-Konkurrenten wie Twitter, Facebook und MySpace dürfte es missfallen, dass Google neben seinen neuen personalisierten Suchergebnissen in einer Box sehr prominent Verweise auf Google+-Seiten präsentiert.

In diesem Werbekasten für Googles eigenes soziales Netzwerk sind nicht immer die relevantesten Treffer zu sehen, das führt nun sehr anschaulich eine kleine Browser-Erweiterung vor. Das Bookmarklet "Don't be evil" ergänzt nach der Installation Googles Werbeplatz ("People and Pages on Google+") um relevante Treffer von anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Tumblr, MySpace und YouTube.

Sucht man ohne Bookmarklet auf Google.com  zum Beispiel nach "Cooking", wirbt Google für Jamie Olivers seit Wochen nicht mehr aktualisierte Präsenz bei Google+. Hat man das "Don't be evil"-Bookmarklet installiert, führt ein Link zu Jamie Olivers wesentlich häufiger aktualisiertem Konto bei Twitter. Seine Aktivitäten bei Google+, Facebook und MySpace werden zusätzlich angzeigt.

So installieren Sie das Bookmarklet

Das Bookmarklet haben wir ohne Probme mit den aktuellen Versionen der Browser Firefox, Chrome und Internet Explorer benutzt. So wird es installiert: Man muss auf der Homepage des Projekts  auf die blau hinterlegte Fläche "Try a More Relevant Google" klicken und dann die hellgrau hinterlegte Schaltfläche "Don't be evil" mit gedrückter linker Maustaste von der Website in die Lesezeichenleiste des eigenen Browsers ziehen.

Gegebenenfalls muss man diese Leiste zuvor erst sichtbar machen, das geht so:

  • Internet Explorer 9: Rechtsklick neben der Adresszeile oben, dann im Menü "Favoritenzeile" aktivieren.
  • Chrome: Klick auf das Zangensymbol oben rechts neben der Adresszeile, dann Lesezeichen anklicken, dann die Option "Lesezeichenleiste aktivieren".
  • Firefox: Rechtsklick neben der Adresszeile, dann mit einem Klick die "Lesezeichen-Symbolleiste" aktivieren.
Sobald man mit installiertem Bookmarklet auf Googles englischsprachiger Site  sucht, ergänzt ein Klick auf das Bookmarklet die Google+-Werbefläche um relevante Treffer. Für den Google-Browser Chrome gibt es das Werkzeug zudem als installierbare Erweiterung .

Entwickelt haben das Bookmarklet einige Programmierer, die bei Facebook, Twitter und MySpace arbeiten - "am Wochenende", heißt es in ihrem Vorstellungsvideo. Man kann aber davon ausgehen, dass ihre Arbeitgeber diese Tätigkeit zumindest wohlwollend billigen.

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Vielfältige Suchtreffer statt Werbung

Denn die Erweiterung führt Nutzern sehr anschaulich vor Augen, wie Google mit Hilfe seiner extrem beliebten Suchmaschine eigene Dienste bewirbt. All die Treffer von anderen sozialen Netzwerken holt sich das Bookmarklet aus der Google-Suche. Im Detail funktioniert das so: Die Erweiterung prüft, welche Treffer zu anderen Quellen (Flickr, Twitter, Facebook, LinkedIn, MySpace, Quora, Tumblr, Foursquare, Crunchbase, FriendFeed, Stack Overflow, Github, Google+) in den 100 ersten Google-Treffern zu einer Suchanfrage auftauchen. Aus diesen Treffern baut die Erweiterung ihre Ergebnisliste auf (hier eine genauere Beschreibung  und der Code des Skripts ).

Aber warum unterscheiden sich die Ergebnisse des Bookmarklets in manchen Fällen so sehr von denen auf Googles englischsprachiger Site? Das liegt daran, dass die prominent platzierten Einblendungen von Google+-Treffern nicht Teil der eigentlichen Google-Suche sind - sie werden an bestimmten Stellen platziert. Deshalb taucht zum Beispiel bei der Suche nach dem US-Konzern AT&T die Präsenz des Telekomriesen auf Google+ zweimal in den Google-Treffern auf: Einmal ganz weit oben auf der ersten Seite, sehr prominent mit Logos (das ist die Werbeeinblendung). Und einmal auf der sechsten Trefferseite (das ist das Ergebnis der eigentlichen Google-Suche).

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