Onlinesicherheit So prüfen Sie, welche Geräte auf Ihr Google-Konto zugreifen

Ein verbessertes Dashboard erweitert Googles Sicherheitsfunktionen: In "Geräte & Aktivitäten" lässt sich prüfen, welche eigenen PC, Smartphones und Tablets bei dem Konzern angemeldet sind. Vom Account abtrennen kann man sie damit auch - theoretisch.


Das von Google überarbeitete Menü "Geräte & Aktivitäten" zeigt jetzt alle Geräte, die mit einem Google-Account verbunden sie, von wo aus und wann sie zuletzt mit welchem Browser verbunden waren - uhrzeitgenau. Google-Manager Eran Feigenbaum kündigte die Einführung dieser Funktion am Montag im Google-for-Work-Blog an.

Diese Funktion können Nutzer eines Google-Accounts nach dem Einloggen in ihrem "Konto"-Bereich unter "Sicherheit" abrufen. Wie auch bei einigen anderen Google-Menüs erfährt man als Google-Nutzer etwas mehr über die Daten, die der Konzern über einen vorhält. Sie soll aber in erste Linie ein Sicherheitsfeature sein.

Ich habe sie ausprobiert: Die erste kleine Überraschung kommt schon mit dem ersten Aufruf: Ganz unten in der Liste von fünf Geräten, mit denen ich regelmäßig online unterwegs bin, steht das Gerät "iPhone" - das kann nur mein erst vor kurzem gebraucht gekauftes Apple-Handy sein. Aber das habe ich längst umbenannt.

Die einfache Lösung: Das Smartphone, das ich nur zum Telefonieren und als mobilen Kalender nutze, war zuletzt am 10. November bei einem Google-Dienst eingeloggt - also, bevor ich es umbenannt habe. Die Anzeige der Aktivitäten beschränkt Google auf die letzten 28 Tage. Das erklärt dann auch, warum mein altes Notebook gar nicht auftaucht: Es läuft noch mit Windows XP und darf seit April nicht mehr ans Netz.

Schutz bei Diebstahl

Die Funktion "Geräte & Aktivitäten" kann als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme nützlich sein, wenn man zum Beispiel ein nicht mehr genutztes Gerät zurücksetzt, um es zu verkaufen oder zu verschenken. Mit dem neuen Dashboard soll es sich bequem auch nachträglich vom Account abkoppeln lassen.

Dazu klickt man auf den Eintrag für das entsprechende Gerät und dann unter "Kontozugriff" auf "entfernen". Zumindest theoretisch: Die Trennung erlaubt das Dashboard bei mir nur für eines meiner Geräte. Wenn die Funktion korrekt arbeitet, lässt sich damit verhindern, dass Unbefugte über ein verlorengegangenes oder gestohlenes Mobilgerät meinen Google-Account einsehen, kapern und missbrauchen.

Die Ortsdaten für das letzte Log-in sind alles andere als exakt: Eine der letzten Google-Aktivitäten meines neuen Notebooks zum Beispiel verortet das Dashboard am 11. November im rheinischen Erftstadt - wo ich noch nie war. Allerdings befand ich mich im nahen Köln. Am Karneval liegt's nicht, sondern daran, dass Google die Daten allein anhand der IP-Adresse ermittelt. Das kann sehr grob sein - oft zeigt das Dashboard auch nur "Deutschland" an.

Um ein abhandengekommenes Gerät wiederzufinden, wie mit der Geräte-Manager-Funktion für Android oder der Such-App für iOS, taugt die Funktion also nicht.

abr



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