Grimme Online Award Rare Sache

Deutschlands beste fernsehbegleitende Internet-Angebote sind mit dem "Grimme Online Award" ausgezeichnet worden. Die undotierten Preise wurden am Samstagabend in Düsseldorf überreicht.


Düsseldorf - "Qualität im Netz ist noch immer eine rare Sache. Um so mehr Grund, die Perlen zu ehren", sagte ZDF-Reporter Steffen Seibert, der die Gala moderierte, über Sites, die mit Fernsehen zu tun haben. Eine Kategorie für Journalismus im Internet gibt es beim Grimme-Institut nicht.

In der Kategorie "Web-TV" gewann "Borschts Welt". Der Internet- Multimedia-Sender sei eine innovative Plattform, Nutzer könnten sich kreativ an einem Drehbuch beteiligen, begründete das Adolf Grimme Institut mit Sitz in Marl die Entscheidung.

Beim "Medienjournalismus" siegte Telepolis vom Verlag Heinz Heise. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) machte im Bereich "Fernsehen" mit einem Internet-Angebot zum Thema Stammzellen das Rennen. Das brisante Thema werde dort aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet. Der WDR teilt sich den Sieg mit dem Jugendmediaprojekt "DasDing" des SWR. "DasDing" verbinde Radio, Fernsehen und Internet zu einem zielgruppengerechten "Multimedium", urteilten die Grimme-Juroren.

Den Förderpreis "Medienkompetenz" gewann in der Profi-Kategorie jetzt.de - die Internet-Variante des Jugendmagazins der Süddeutschen Zeitung sowie AutoLernWerkStadt.de von Volkswagen und dem Deutschen Bibliotheksverband. In der Kategorie "Newcomer" wurden "Democracy Online Today" und der Bielefelder Jugendring für ihre außergewöhnlichen Angebote ausgezeichnet.

Für den zum zweiten Mal vergebenen Award waren 1600 Vorschläge eingereicht und daraus 23 nominiert worden. Das Institut will nach eigener Darstellung mit dem Online Award die Qualitätsmaßstäbe des Adolf Grimme Fernsehpreises auf das Medium Internet übertragen.



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