US-Finanzmarkt Hackerangriffe auf 13 Unternehmen - möglicherweise aus Russland

Hacker sollen in letzter Zeit gleich 13 größere Finanzdienstleister angegriffen haben, darunter die Bank Citigroup und der Vermögensverwalter Fidelity Investments. Einen Datenzugriff hat bislang nur die Großbank JP Morgan Chase gemeldet.

Logo von JP Morgan Chase: Hacker haben Millionen Kundendaten erbeutet
REUTERS

Logo von JP Morgan Chase: Hacker haben Millionen Kundendaten erbeutet


In den USA sind offenbar mehrere Großbanken und andere Finanzinstitutionen von Hackern angegriffen worden. Kenner aus den Ermittlungskreisen sagten am Mittwoch, dass neben der Großbank JP Morgan Chase auch die Bank Citigroup, die Regions Financial Corp, der Finanzdienstleister ADP und das Broker-Unternehmen E-Trade betroffen seien. Über die Urheber der Angriffe gab es am Mittwoch keine abschließenden Erkenntnisse.

JP Morgan Chase hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass Dutzende Millionen Konten betroffen seien. Die Hacker kamen vor allem an Namen und Adressen von Kunden heran. Es steht die Vermutung im Raum, die Angriffe könnten von Russland ausgehen und eine Reaktion auf die Sanktionsbeschlüsse im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sein.

Die US-Zeitung "Financial Times" berichtete am Donnerstag, dass dieselben Hacker, die bei JP Morgan Chase persönliche Daten von 76 Millionen Haushalten erbeutet haben, angeblich auch den Vermögensverwalter Fidelity Investments angegriffen hätten. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass Fidelity-Kundendaten kopiert worden seien.

Die Taten seien von Russland aus verübt worden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Allein diese Tatsache reicht aber kaum aus, um auch russische Hacker oder Institutionen hinter dem Angriff zu vermuten. Insgesamt hätten die Hacker 13 Finanzinstitute angegriffen, aber nicht bei allen seien die Sicherheitsbarrieren überwunden worden. Der US-Geheimdienst und die Bundespolizei FBI leiteten die Ermittlungen.

mbö/AFP/Reuters



insgesamt 5 Beiträge
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s.4mcro 09.10.2014
1. logisch
Hacker greifen immer genau aus dem Land an, aus dem sie kommen... Die Aussage "die Taten seien aus Russland verübt worden" ist dermaßen sinnfrei und lässt gewisse Rückschlüsse auf das veröffentlichende Medium zu....
brd_gmbh 09.10.2014
2. natürlich...
Der Russe wars hahahaha ich glaubs nicht, schließe mich dem Vorredner an...
7eggert 09.10.2014
3. Journalistenangriff auf Bahnanlage
Heute Nacht haben wieder einige Journalisten mit Spraydosen sogenannte Tags auf das Bahneigentum gesprüht und es verunstaltet. Würdet Ihr bitte aufhören, das Wort "Hacker" nur für "Computerkriminelle" zu verwenden? Danke.
alexxa2 09.10.2014
4. Na ja..
schauen Sie was die Russen melden : genau die selben Sachen, und das schon vor Wochen...
Labs-Kautz 09.10.2014
5. Ja ne is klar
Natürlich war es "der Russe"... Wer sonst würde es wagen den heiligen und friedlebenden Amerikaner anzugreifen?
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