Cyberangriff Hacker legen E-Mail-System des US-Generalstabs lahm

Das Pentagon wurde amerikanischen Medien zufolge Opfer eines Hackerangriffs. Betroffen ist demnach das E-Mail-System des Generalstabs. US-Behörden vermuten Russland hinter der Attacke.

Im Visier von Hackern: Das US-Verteidigungsministerium musste den E-Mail-Service des Generalstabs wegen einer Cyberattacke schließen.
AFP

Im Visier von Hackern: Das US-Verteidigungsministerium musste den E-Mail-Service des Generalstabs wegen einer Cyberattacke schließen.


Ein Hackerangriff legt laut einem Bericht der "Washington Post" seit Ende Juli das E-Mail-System des US-Generalstabs lahm. 4000 militärische und zivile Mitarbeiter seien betroffen, heißt es in dem Bericht. Einem Offiziellen zufolge, der ohne Namensnennung zitiert wird, vermutet das Pentagon Russland hinter dem Angriff.

Der Fernsehsender NBC berichtete, die Attacke sei darauf ausgerichtet, in kurzer Zeit massenhaft Daten abzugreifen. Als der Angriff bemerkt wurde, sei das E-Mail-System allerdings sofort abgeschaltet worden. Es seien keine als geheim eingestuften Informationen erbeutet worden.

Die Sprecherin des Pentagons, Valerie Henderson, bestätigte zunächst lediglich, dass das besagte E-Mail-System wegen einer andauernden Sicherheitsüberprüfung abgeschaltet sei. Man arbeite daran, Sicherheitsrisiken im Pentagon-Netzwerk zu identifizieren und zu entschärfen. Daher "haben wir das Netzwerk des Generalstabs abgeschaltet und setzen unsere Untersuchung fort". Eine schnelle Wiederherstellung des E-Mail-Systems habe nun "oberste Priorität".

In der Vergangenheit hatten US-Behörden immer wieder mit Cyberattacken zu kämpfen. Ende Mai wurde bekannt, dass Hacker bei einem Angriff auf die US-Steuerbehörde IRS die Daten von rund 100.000 Steuerzahlern erbeutet hatten, und Anfang Juni musste die US-Armee wegen einer Cyberattacke von regimetreuen syrischen Hackern ihre Website vorübergehend stilllegen.

mos/dpa/afp

Mehr zum Thema


insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
smartphone 07.08.2015
1. Moderner Krieg
Kompletter EMailverkehr lahmlegen und eine EMP Bombe hinterher ---the war is over . Gesamtdauer -keine halbe Stunde
caty24 07.08.2015
2. Die USA werden mit Ihrer eigenen Software destabilisiert
Vielleicht sich mal darum kümmern, und sichere Programme entwickeln. Nur mal so als Tipp.
analyse 07.08.2015
3. Eine Bestätigung: Jeder spioniert jeden aus,mit allen
zur Verfügung stehenden technischen Mitteln ! Und das seit tausenden Jahren. Abwehr tut not,und unsere GRÜNEN fordern: Alles offenlegen,Alles offenlegen(damit es Hacker und ausländische Geheimdienste nicht so schwer haben !)Zusatzinfo: Englische und französische Geheimdienste,haben seit eh und je den Regierungsauftrag Industrie-und Wirtschaftsspionage bei Freund und Feind ,zum Wohle ihres Landes zu betreiben! Nur Naivlinge wie die GRÜNEN glauben,ein Hightec-Land wie Deutschland könne sich durch Empörung gegen die eigene Regierung davor schützen. Die LINKEN tun das zwar auch,sind aber gerissen genug die Zusammenhänge zu kennen !
vogelsteller 07.08.2015
4. dämlicher gehts nimmer
denn, wäre es wirklich so, dass sie ausspioniert wurden, dann ist das eine einzigartige Blamage für das selbstherrliche US-Machtsystem. Somit gehört es unter Aktion "fals flag", um wieder gegen Russland falsche Anschuldigungen zu erheben. Darin sind diese "Weltretter" unübertroffen Meister ihrer "Kunst".
rmuekno 07.08.2015
5. @2 ja genau
Erst M$ dazu zwingen Hintertüren für die NSA einzubauen und dann wundern, dass andere sie nutzen. Sichere Software aus USA, wenn dann nur mit Open Source möglich wobei der menschliche Fehlerfaktor immer noch bleibt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.