Antisemitischer Anschlag in Halle Eine Gaming-Debatte als Beruhigungspille

Das Internet ist eine Radikalisierungsmaschine, die Wurzel von Gewaltakten wie in Halle ist es aber nicht. Sascha Lobo diskutiert in seinem Podcast über Judenhass als Treiber für rechtsextremen Terror.

Mitglieder der jüdischen Synagoge in Halle, die fast zum Schauplatz eines Massakers geworden wäre
Jens Schlueter / Getty Images

Mitglieder der jüdischen Synagoge in Halle, die fast zum Schauplatz eines Massakers geworden wäre


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #115 - Terroranschlag von Halle: Wie das Netz den Faschismus befeuert

Nach dem Anschlag in Halle hat Sascha Lobo sich in seiner jüngsten Kolumne "Wie das Netz den Faschismus befeuert" mit der Rolle des Internets bei der Radikalisierung des Täters befasst - und erklärt, warum die Diskussionen gern auf Nebenschauplätze wie Gaming ausweichen.

"Gamer können mit großer Geste jede Verbindung zwischen Gaming und menschenfeindlichen Ideologien als absurd abtun", schreibt Lobo. "Die restliche Gesellschaft kann empört sein über irgendwas, was sie nicht versteht und das sie deshalb selbst von jeder Reflexion freispricht." Und auch Horst Seehofer könne sich "stellvertretend für die Regierung zerknirscht bis überrascht geben." Mit der Übersprungshandlung wird das eigentliche Problem umgangen - endlich den wachsenden Judenhass in Deutschland zu adressieren, der Nährboden für Gewalttaten ist.

In seinem Podcast bespricht Sascha Lobo Leserkommentare zu seiner Kolumne.

Wie und wo kann ich den Podcast abonnieren?

Sie finden "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE" regelmäßig sonntags auf SPIEGEL ONLINE (einfach oben auf den roten Play-Button drücken) und auf Podcast-Plattformen wie iTunes, Spotify, Deezer oder Soundcloud. Sie können den Podcast aber auch auf Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Computer herunterladen. So können Sie ihn jederzeit abspielen - auch wenn Sie offline sind.

Wenn Sie keine Folge verpassen wollen, sollten Sie den Sascha-Lobo-Podcast abonnieren, er kostet nichts.

Falls Sie diesen Text auf einem iPhone oder iPad lesen, klicken Sie hier, um direkt in Apples Podcast-App zu gelangen. Klicken Sie auf den Abonnieren-Button, um gratis jede Woche eine neue Folge direkt auf Ihr Gerät zu bekommen.

Falls Sie ein Android-Gerät nutzen, können Sie sich eine Podcast-App wie Podcast Addict, Pocket Casts oder andere herunterladen und dort "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE" zu Ihren Abos hinzufügen.



insgesamt 50 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Hank the voice 20.10.2019
1. Amokläufer gab es immer
in den 80ern waren es die bösen Videos wie Horror oder Kriegsfilme, davor wahrscheinlich böse Bücher. Offensichtlich haben das 0,1% der Bevölkerung offensichtlich in sich, auch wenn Sie nur Comics lesen würden.
brux 20.10.2019
2. Blah blah
Dass picklige, sexuell frustrierte Jungmänner zur Gewalt neigen, ist eine Binse. Die Frage ist nur, wie sich die Gewalt äussert. Und da bietet das internet einiges an. Wer seinen Frust mit Ballerspielen auslebt, muss dann nur noch eine Grenze überschreiten. Das internet besteht eben leider aus ganz viel Dreck, Herr Lobo. Bücherwürmer laufen nicht Amok, oder?
thorsten.munder 20.10.2019
3. Die Wurzel des Hasses
In Ostdeutschland geht nach wie vor zurück auf alte DDR Zeiten .Die Gesellschaft damals war ein Spiegel Bild der Gesellschaft im Dritten Reich . Die Diktatur war die gleiche bis auf wenige Änderungen. Dementsprechend wurden auch Leute so Erzogen und das sind die Erwachsenen von Heute. Leider hat man es verpasst als die Wende kam die Weichen im zu schnell Wiedervereinigten Deutschland in die richtige Richtung zu stellen Dementsprechend haben wir Heute ein Rechtsaussen Problem . Mit Internet und Ballerspiele hat das nichts zu tun.
7eggert 20.10.2019
4.
Zitat von bruxDass picklige, sexuell frustrierte Jungmänner zur Gewalt neigen, ist eine Binse. Die Frage ist nur, wie sich die Gewalt äussert. Und da bietet das internet einiges an. Wer seinen Frust mit Ballerspielen auslebt, muss dann nur noch eine Grenze überschreiten. Das internet besteht eben leider aus ganz viel Dreck, Herr Lobo. Bücherwürmer laufen nicht Amok, oder?
Wer seinen Frust behält, hat sie bereits überschritten.
Msc 20.10.2019
5.
2015 haben 35 Millionen Deutsche Videospiele in irgendeiner Form gespielt. "Gamer" ist so nichtssagend wie "Wassertrinker" oder "Atmer".
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.