Strache-Skandal Seit wann haben Geheimdienstler ein Herz für Privatsphäre?

Deutsche Ex-Geheimdienstler verteidigen die FPÖ - mit Ablenkungsmanövern und teils mit Antisemitismus, schrieb Sascha Lobo in seiner Kolumne. Im Podcast reagiert er auf Leserkommentare.

August Hanning, der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND)
DPA

August Hanning, der ehemalige Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND)


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #94 - Ex-Chefs von BND und Verfassungsschutz zur "Videofalle" - Geheime Gefühle

Der frühere BND-Chef August Hanning hat eine klare Haltung zum FPÖ-Skandal um das Strache-Video: Er verteidigt den zurückgetretenen österreichischen Parteichef, wie es fast nur Rechte und Rechtsextreme tun. In seiner jüngsten Kolumne "Geheime Gefühle" verwettet Sascha Lobo seinen Irokesenschnitt darauf, dass Hanning ein linkes Gegenstück zu Strache "niemals derart gnädig umpuschelt hätte".

Weil neben Hanning auch der ehemalige Vizepräsident des Nachrichtendienstes, Rudolf Adam, und Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen mit teils antisemitischen, teils antiliberalen Einlassungen für Strache eintreten, diagnostiziert Lobo ein "Rechts-Problem von BND und Verfassungsschutz".

In seinem Podcast reagiert Lobo nun auf die Zuschriften seiner Leser. Die hatte er am Schluss seiner Kolumne gefragt: "Warum springen deutsche Ex-Geheimdienstler für die FPÖ in die Bresche?"

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insgesamt 40 Beiträge
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ash26e 26.05.2019
1. Wenn es sich wie hier um 2 Jahre Differenz
zwischen Aufnahme und Veröffentlichung handelt?? Dann ist doch eine verfassungswidrige Vorgehensweise anzunehmen.
jonath2010 26.05.2019
2. Genauso schäbig
Nicht nur Hanning, Maaßen und Adam haben ihre Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit des Strache-Videos. Zum Beispiel äußerte sich der Datenschutzbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Stefan Brink, dem man gewiss keine "Rechtslastigkeit" vorwerfen kann, zu dem Video folgendermaßen: Zitat: "Wenn wir politische Gegner hintergehen, ihre Privatsphä-re verletzen und sogar kriminelles Unrecht begehen, schaden wir letzten Endes unserer poli-tischen Kultur und damit uns allen." (Ende Zitat). Mit anderen Worten: Der mit großem logis-tischen Aufwand durchgeführte Lauschangriff auf Strache in einem Hotelzimmer ist am Ende genauso zu verurteilen wie dessen Angebote an die angebliche russische Oligarchen-Nichte. Nicht nur Hanning, Maaßen und Adam haben ihre Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit des Strache-Videos. Zum Beispiel äußerte sich der Datenschutzbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Stefan Brink, dem man gewiss keine "Rechtslastigkeit" vorwerfen kann, zu dem Video folgendermaßen: Zitat: "Wenn wir politische Gegner hintergehen, ihre Privatsphäre verletzen und sogar kriminelles Unrecht begehen, schaden wir letzten Endes unserer politischen Kultur und damit uns allen." (Ende Zitat). Mit anderen Worten: Der mit großem logistischen Aufwand durchgeführte Lauschangriff auf Strache in einem Hotelzimmer auf Ibiza ist am Ende genauso schäbig wie dessen "Angebote" an die angebliche russische Oligarchen-Nichte.
rugall70 26.05.2019
3. Gegenfrage
Sie fragen: Seit wann haben Geheimdienstler ein Herz für Privatsphäre? - Gegenfrage: Seit wann ist der Linken der Schutz dieser Privatsphäre egal? Sind nur die "Guten" schützenswert? Fakt ist: Die Polizei hätte dieses "Ibiza-Video" ohne höchstrichterlichen Beschluss nicht heimlich drehen dürfen. Vor Gericht wäre so verwendetes Beweismaterial nicht verwendbar.
cuisinier81 26.05.2019
4. Geschichte...
Wenn man mal auf die Geschichte und den Gründer des BNDs schaut, dann ist das net verwunderlich!!! Auch der BND ist seinen Traditionen verpflichtet, nur das es eben so Geheim ist und selten etwas nach außen dringt! Wenn die "Leader" schon öffentlich so auftreten, will man dann wirklich wissen, wie Braun der Sumpf intern wirklich ist... Aber Herr Lobo, zu dieser Diagnose bräuchte man net jetzt erstkommen, wir Deutschen sind Traditionalisten und die Organisation Gelen bleibt nun mal die Organisation Gelen...
futrakun 26.05.2019
5. man wollte Strache an die Karre fahren
das war der Ausgangspunkt schon vor 2017-also 2015.Das Material welches man gesammelt hatte,so berichten Insider,wollte aber niemand haben von den Linken-Grünen-Roten oder sonst wem.Erst die 2017 gestellt Falle hatte es in sich und diese war so brisant,dass es nicht mehr für Erpressungsversuche,oder Parteischädigend gereicht hätte,sodass dass andere politische Kreise wie Berlin Interesse zeigten.Über das wie- wann und wielange dieses Video vom Spiegel und der SZ geprüft wurde wird gelogen dass sich die Balken biegen.Es ist zu vermuten,dass die Geheimdienste das Video übergeben-oder langciert haben,weil diese genau wussten ,wenn das öffentlich wird,dann hat Österreich keine Regierung mehr,eine Regierung,die von der deutschen Bevölkerung bewundert wurde.
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