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Surfen im Homeoffice So nutzen Sie das Internet klimafreundlicher

Videotelefonate verursachen CO₂-Emissionen, so wie viele andere Internetdienste. Doch mit einigen Handgriffen sind Sie im Homeoffice klimafreundlicher unterwegs - und sparen Daten.
Ein Interview von Max Hoppenstedt
aus DER SPIEGEL 54/2020
"Auch Rechenzentren brauchen Strom, das Netz ist nicht klimaneutral"

"Auch Rechenzentren brauchen Strom, das Netz ist nicht klimaneutral"

Foto: Wolfram Schroll / Bloomberg / Getty Images

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SPIEGEL: Herr Jordan, kann Digitalisierung die Klimakrise verhindern?

Jordan: Das wäre zu kurz gedacht. Wir haben so viele Umweltprobleme, mit der Digitalisierung allein lassen die sich nicht lösen. Auch Rechenzentren brauchen Strom, das Netz ist nicht klimaneutral.

SPIEGEL: Eine Studie kam im vergangenen Jahr zu dem Ergebnis, dass das Internet schon mehr CO2-Emissionen als der globale zivile Flugverkehr verursache. Inzwischen sind Onlineanwendungen noch beliebter. Welche Folgen hat das?

Jordan: Dazu gibt es kaum belastbare Zahlen. Problematisch ist, dass die überwiegende Anzahl der Server weltweit mit Kohle- und Atomstrom oder einer Mischung aus erneuerbaren und fossilen Energien betrieben wird. Zwar setzen immer mehr große Unternehmen für ihre Rechenzentren auf Ökostrom, doch die allermeisten Webdienste haben eine sehr intransparente Klimabilanz.

SPIEGEL: Zurzeit werden viele Geschäftsreisen durch Videokonferenzen ersetzt. Kann das Internet dem Klimaschutz also auch nützen?

Jordan: Natürlich sind weniger Flugreisen positiv. Aber die Arbeitswelt wird nicht automatisch nachhaltig, wenn alle im Homeoffice sind. Auch Videostreaming hat einen CO2-Fußabdruck: Es macht 60 Prozent des globalen Datenverkehrs aus. Und bei der Videotelefonie lädt man ja nicht nur Daten herunter, sondern auch hoch. Eine Stunde im Zoom-Meeting beansprucht bei gleicher Qualität mehr Bandbreite als eine Stunde Netflix.

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SPIEGEL: Wir führen dieses Interview über Facetime im Homeoffice. Ist das positiv fürs Klima?

Jordan: Das ist schon ziemlich ideal. Wir sind beide im WLAN, was für das Klima schon mal deutlich besser ist als das Mobilfunknetz. Außerdem nutzen wir mit Apple einen Dienst, der laut dem Unternehmen komplett mit Ökostrom läuft - was auch einige andere Techkonzerne bieten. Verbessern ließe sich die Klimabilanz nur noch, wenn wir dieses Gespräch per Mail führen würden - aber dann wäre es ja kein richtiges Interview mehr.

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