Tapete Records: So tickt ein Indie-Label
Foto: Konrad Lischka
Fotostrecke

Tapete Records: So tickt ein Indie-Label

Indie-Label Tapete "Tausend verkaufte Newcomer-Alben - das ist ein Erfolg"

Tapete Records ist eines der größten Independent-Label Deutschland, hat auch US-Künstler unter Vertrag. Mitgründer Gunther Buskies, 35, erklärt, warum er sich trotzdem jeden Monat nur 500 Euro auszahlen kann und warum die Download-Einnahmen klein, aber wichtig sind.

Beispielrechnung Tapete Records: Wer verdient was an einer CD?

Summe Abzüge Details
15,99 € Ladenpreis
2,55 € Mehrwertsteuer (19 % auf den Nettopreis)
4 € Händlermarge (25 %)
9,44 € erhält der Vertrieb pro verkaufter CD
2,73 € Vertriebsmarge (29%)
6,70 € erhält das Label vom Vertrieb pro verkaufter CD
1,32 € Anteil für Künstler (je erfolgreicher, desto mehr - hier 14 % des vom Händler an den Vertrieb gezahlten Betrags)
1 € Gema-Gebühr für Vervielfältigung
1 € Herstellungskosten
3,38 € Deckungsbeitrag (für Fixkosten des Labels)
600 € Promo-CDs
1.700 € Promo-Dienstleister (USA, Großbritannien, Frankreich, Italien)
200 € Digitale Promotion für Radios
400 € Presseaussendungen
1.500 € Marketing (Videos, Fotos, Anzeigenanteile, Songs auf Heft-CDs)
6.000 € eigene Mitarbeiter für Presse / Radio-Promotion
10.400 € Summe der anteiligen Fixkosten
Fazit: Das Label muss 3076 Alben verkaufen, um die Fixkosten einzuspielen
Aufgezeichnet von Konrad Lischka
Mehr lesen über
Verwandte Artikel