Lücke im Internet Explorer 8 Jeder vierte PC-Websurfer ist gefährdet

Eine Sicherheitslücke im Internet Explorer 8 öffnet Angreifern Tür und Tor. Microsoft rät zum Browser-Wechsel: Schon der Besuch einer präparierten Website kann gefährlich sein. Aber noch immer surfen 23 Prozent aller Internetnutzer mit der gefährdeten Browser-Version.
Internet Explorer (Logo): Finger Weg von Version 8

Internet Explorer (Logo): Finger Weg von Version 8

Foto: Microsoft

Microsoft drängt PC-Nutzer zum Browser-Update : In der veralteten, aber mit 23 Prozent Marktanteil immer noch reichlich populären , Version 8 des Internet Explorer ist ein gefährlicher Programmierfehler entdeckt worden. Angreifer könnten über diese Lücke mühelos die Herrschaft über einen Rechner erlangen. Betroffen sind alle Varianten des Internet Explorer 8 (IE 8), der für Windows XP, Windows Server 2003, Windows Server 2008, Windows Vista und Windows 7.

Um sich mit Schadcode zu infizieren, reicht laut Microsoft schon der Besuch einer präparierten Website mit dem IE 8 aus. Im sogenannten Drive-by-Verfahren könnte dann beispielsweise ein Trojanerprogramm unbemerkt auf den Rechner aufgespielt werden.

Im Sicherheitshinweis 2847140 vom 3. Mai stellt Microsoft zwar ein Programm-Update für den IE 8 in Aussicht, das den Fehler beheben soll, rät aber unmissverständlich zum Browser-Wechsel : "Internet Explorer 9 und 10 sind nicht von dem Problem betroffen, ein Upgrade auf diese Versionen schützt sie also davor."

Wer aus irgendwelchen Gründen nicht zu den neueren Versionen wechseln kann, sollte folgende Sicherheitsvorkehrungen treffen:

  • Im Menü Internet-Optionen/Sicherheit die Sicherheitsstufe für diese Zone auf Hoch setzen,
  • Da diese Einstellung den Komfort beim Surfen erheblich mindern kann - kann man seine Lieblings-Websites zu den Vertrauenswürdigen Seiten hinzufügen, für die dann ein geringeres Sicherheitsniveau eingestellt wird. Diese Einstellung birgt allerdings die Gefahr, sich auf gekaperten Seiten zu infizieren.
  • Allgemein sollten Nutzer die Ausführung von Active Scripting kontrollieren und nur von Fall zu Fall einer Website das Ausführen solcher Scripte erlauben.

Übrigens scheint Microsoft es selbst mit der Warnung vor dem IE 8 nicht ganz ernst zu nehmen. Auf der deutschen Download-Seite wirbt MS noch immer für den Alt-Browser: "Internet Explorer 8. Schneller, einfacher, mehr Schutz für die Privatsphäre und mehr Sicherheit."

fko
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