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16. Dezember 2014, 11:07 Uhr

www.heftiger.streit

Bei diesen neuen Domain-Endungen gibt es Ärger

Von Stefan Mey

Wer soll bestimmen dürfen, was sich hinter ".kinder" oder ".gay" verbirgt? Im Internet werden gerade Hunderte neuer Top-Level-Domains vergeben - und manche der Endungen sorgen für Streit.

Im Internet läuft gerade ein organisatorisches Mammutprojekt: Hunderte neue Internetendungen werden seit Frühjahr 2014 freigeschaltet. Die neuen Endungen bestehen nicht mehr aus technisch anmutenden Kürzeln wie .de, sondern sie "sprechen": Sie heißen .gmbh, .islam oder .vin. Andere wie .bmw oder .edeka sollen das neue Zuhause der jeweiligen Marken werden.

Zuständig dafür ist die globale Adressverwaltung Icann (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers). Rund 2000 Anträge sind bei der Icann eingegangen. Man könnte das Projekt als eine umfassende Landreform im Netz bezeichnen. Hunderte digitale Grundstücke werden vergeben, auf denen dann neue Webseiten einziehen sollen. Die Betreiber der neuen Top Level Domains (TLD) bekommen von jedem neuen Pächter einen jährlichen Obolus.

Die Vergabe dieses digitalen Landes hat zu Konflikten geführt. Zum Beispiel will der Süßigkeitenhersteller Ferrero aus .kinder eine Markenendung machen, was dem Deutschen Kinderschutzbund nicht behagt. Die französische Regierung forderte Zugangsbeschränkungen für .vin und fürchtet um den Ruf des schönen französischen Weines. Und die saudische Regierung will dem Vatikan nicht ein Monopol über .catholic zugestehen.

Zehn TLDs, um die es Streit gibt:

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