Internetstudie Grünen-Politiker haben die besten Homepages

Eine Studie hat zum ersten Mal die Internetseiten der deutschen Landespolitiker bewertet. Über das Ergebnis können sich vor allem die Grünen und Abgeordnete aus Baden-Württemberg freuen. Volksvertreter aus den Stadtstaaten und den neuen Bundesländern müssen dagegen einiges nachholen.

Berlin - Bei Boris Palmer steht es bereits auf der Homepage. Der 31-jährige Tübinger hat mit 81 von 100 Punkten den zweiten Platz in der Internetstudie der Zeitschrift "Politik und Kommunikation" gemacht. Nur um einen Punkt liegt Palmer hinter der Spitzenreiterin, seiner Grünen Fraktionskollegin Brigitte Lösch, die mit ihm zusammen im Stuttgarter Landtag sitzt.

Damit sind die beiden Spitzenpositionen für das Gesamtergebnis der Untersuchung "Webseiten der Landespolitiker im Test" durchaus repräsentativ. Denn von allen Bundesländern erreicht Baden-Württemberg die höchste Gesamtpunktzahl. Im Parteienvergleich haben die Internetseiten der Grünen die beste Qualität.

Wie aus dem bundesweiten Test hervorgeht, haben bereits 71 Prozent der Abgeordneten aus Baden-Württemberg einen eigenen Internetauftritt. Knapp dahinter folgen die Niedersachsen auf dem zweiten Platz.

Vor allem die Stadtstaaten und die neuen Bundesländer schneiden dagegen schlecht ab. Was den Anteil der vernetzten Politiker betrifft, liegen sie bis auf Sachsen-Anhalt alle unter dem Bundesdurchschnitt von rund 38 Prozent. In Bremen etwa sind nicht einmal fünf Prozent der Politiker mit einer eigenen Seite online.

Insgesamt ziehen die Autoren der Studie ein negatives Fazit. "Zu wenige Abgeordnete nutzen das Internet als Plattform, um mit den Bürgern in Kontakt zu treten", schreiben sie in der Zusammenfassung. "Gerade einmal jeder Dritte verfügt über einen Auftritt im Internet und damit über die Möglichkeit, die eigene Arbeit transparenter zu gestalten."

Bei der Studie handelt es sich laut "Politik und Kommunikation" um die bislang größte Untersuchung von persönlichen Internet-Auftritten deutscher Politiker. Sieben Wochen lang hatte ein vierköpfiges Team die Internetauftritte der 1924 Landesparlamentarier - sofern vorhanden - unter die Lupe genommen. Getestet wurden die Seiten nach den Kategorien Inhalt, Service und Layout.

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