Interview "Eine bessere Werbung für Frauen gibt es doch kaum"

Tomonobu Itagaki ist der Kopf hinter der Spieleserie "Dead or Alive". SPIEGEL ONLINE stand er in Tokio Rede und Antwort zur Veröffentlichung der sexy Sportsimulation "Dead or Alive Xtreme Beach Vollyball".

SPIEGEL ONLINE:

Wie sind Sie zum Spiele-Programmieren gekommen?

Tomonobu Itagaki: Mein allererstes Spiel habe ich gemacht, als ich auf der Junior High School war - lange ist's her. Mein Vater war Ingenieur. Ich programmierte auf seinem Computer ein simples Ballerspiel, das man gegeneinander spielen konnte. Von den Spielen, die ich bislang fertig gestellt habe, gefällt mir "Dead or Alive 3" am Besten. Aber um ehrlich zu sein: Ich mag "Dead or Alive Xtreme Beach Volleyball" mehr als alles andere, was wir vorher auf die Beine gestellt haben. Leider ist es noch nicht ganz fertig, und vorher kann ich es nicht in meine persönliche Hitliste aufnehmen.

SPIEGEL ONLINE: Wie sind Sie darauf gekommen, einen Titel wie "Dead or Alixe Xtreme Beach Volleyball" zu entwickeln? Ansonsten sind Sie eher für knallharte Kampfspiele bekannt.

Itagaki: Eine tiefgehende persönliche Erfahrung hat mich dazu bewogen "Xtreme Beach Volleyball" zu machen: Mein Herbsturlaub letztes Jahr, als wir die Entwicklung von "Dead or Alive 3" abgeschlossen hatten. Außerdem waren die Babes schon immer ein Markenzeichen der "Dead or Alive"-Reihe, so ein Spiel lag also nahe.

SPIEGEL ONLINE: Ihr Spiel zeigt ziemlich viel nackte Frauenhaut. Ist das also ein Spiel nur für Männer?

Itagaki: Wir wollen kein sexistisches Werk für männliche Gamer kreieren, sondern ein cooles Spiel für alle Spielergruppen - auch Frauen. Und wir zeigen ja schließlich viele schöne weibliche Wesen. Eine bessere Werbung für Frauen gibt es doch kaum.

SPIEGEL ONLINE: Im Internet wird ein Gerücht heiß diskutiert: Stimmt es, dass es in "Dead or Alive Xtreme Beach Volleyball" einen "Oben-Ohne"-Modus oder einen Nackt-Cheat geben wird?

Itagaki: (lacht) Definitiv nicht. Wir zeigen schon ziemlich viel, aber mehr wird es nicht zu sehen geben.

SPIEGEL ONLINE: Wie sehen Sie die Situation der Xbox in Japan? Sehen Sie "Dead or Alive Xtreme Beach Volleyball" auch als Geheimwaffe zur Steigerung der Xbox-Verkaufszahlen?

Itagaki: Ich glaube, die japanischen Xbox-Spieler werden das Spiel sehr begrüßen. Wir haben viele Fans, die gute Spiele von uns erwarten. Davon abgesehen habe ich keinerlei Interesse an den Verkaufszahlen der Xbox in Japan. Ich habe nie geglaubt, dass sich die Xbox hier von Anfang an sehr gut verkaufen wird. Für einige Leute war der schlechte Xbox-Start eine Überraschung, aber nicht für mich.

Die Fragen stellte Benedikt Plass

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