Ratschläge per Twitter Teenager drohen 15 Jahre Haft für IS-Unterstützung

Auf Twitter warb er für den IS und erklärte dessen Mitgliedern den Umgang mit der Kryptowährung Bitcoin. Nun drohen einem US-Teenager bis zu 15 Jahre Haft.
IS-Kämpfer (in Rakka, Syrien): Den Terroristen Bitcoin-Dienstleistungen erklärt

IS-Kämpfer (in Rakka, Syrien): Den Terroristen Bitcoin-Dienstleistungen erklärt

Foto: Uncredited/ AP/dpa

Die Internet-Aktivitäten der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) sind den US-Behörden schon lange ein Dorn im Auge. Über soziale Medien wie Twitter, WhatsApp, Facebook und YouTube rekrutiert der IS Helfer und Kämpfer, verbreitet Propaganda und bildet Netzwerke lokaler Unterstützer.

Das Schuldeingeständnis eines amerikanischen Jugendlichen  aus Virginia soll jetzt ein deutliches Signal senden: Auch wer den IS über soziale Medien unterstützt, kann dafür hart bestraft werden.

Der heute 17-Jährige A. hatte sich vor Gericht schuldig bekannt, den IS im Netz unterstützt zu haben. Auf Twitter habe er bei der Terrororganisation für die Kryptowährung Bitcoin geworben: Unter seinem Twitter-Namen @Amreekiwitness habe er Anleitungen verbreitet, wie IS-Mitglieder Bitcoin dazu nutzen können, um Geldströme zu verschleiern. Über 4000 Menschen folgten dem Twitter-Konto und konnten dort nachlesen, wie er für den IS warb, die Gräuel der Terrororganisation verteidigte, Bitcoin-Dienstleistungen erklärte und die Vorzüge der digitalen Währung pries .

Darüber hinaus habe A. bei der Reise eines anderen Jugendlichen nach Syrien geholfen. A. habe ihn zum Flughafen gebracht und später dessen Familie einen Brief und einen USB-Stick mit der Botschaft überreicht, dass sie ihren Sohn wahrscheinlich nie wiedersehen würden.

"Dieses Schuldeingeständnis zeigt, dass diejenigen, die soziale Medien zur Unterstützung des 'Islamischen Staats' nutzen, erkannt und ebenso unnachgiebig verfolgt werden, wie diejenigen, die zum IS reisen und mit Waffen für ihn kämpfen," erklärte Staatsanwältin Dana Boente per Pressemitteilung .

A.s Schuldeingeständnis wurde demnach von einem US-Bezirksgericht in Virginia angenommen. Dem Geständigen drohen bis zu 15 Jahre Haft.

kno
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