Merkwürdiges Foto von Biden-Besuch Liebling, ich habe die Carters geschrumpft

Joe und Jill Biden haben Ex-Präsident Jimmy Carter und dessen Frau Rosalynn besucht. Dabei entstand ein Foto, das nun im Netz die Runde macht – weil die Bidens darauf extrem groß wirken.
Foto:

Adam Schultz / The White House / AP

Joe Biden kniet neben der ehemaligen First Lady Rosalynn Carter, ihr Mann und Ex-Präsident Jimmy Carter hält die Hand der aktuellen First Lady Jill Biden. Ein Foto der Szene verbreitet sich gerade rasant im Netz, aus mehreren Gründen. So gibt es einerseits Nutzerinnen und Nutzer, die sich darüber empören, dass Joe Biden keine Maske trägt. Und andererseits gibt es natürlich auch Amerikaner, die das Bild teilen, weil hier sehr wichtige Vertreterinnen und Vertreter ihres Landes gemeinsam posieren.

Auffallend stark vertreten ist aber auch eine dritte Gruppe von Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzern: die jener Menschen, die den Eindruck haben, dass Joe und Jill Biden auf dem Foto im Vergleich zum Ehepaar Carter wie Giganten aussehen. Menschen, die das Bild wahlweise belustigt oder auch verstört.

Die »Guardian«-Reporterin Julia Carrie Wong beispielsweise twitterte  über die zwei Präsidenten, die älteren Angaben zufolge nur rund fünf Zentimeter Größe trennen: »Hilfe, ich kann nicht aufhören, über Riesen-Biden und Baby-Carter nachzudenken.« Andere Nutzerinnen und Nutzer befanden, die Aufnahme wirke, als seien Bidens zu Besuch in einem Puppenhaus. »Hinreißend!«, schrieb etwa eine Nutzerin . »Aber bin ich die Einzige, die denkt, das sieht aus wie ein winziges Puppenmuseum, und Joe und Jill sind Riesen?«

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Ein deutschsprachiger Nutzer scherzte : »Achsoooo, Jimmy Carter ist der kleine Bruder von Nick Carter.« Und ein weiterer konstatierte : »Jetzt hab ich das Foto zu lange angeschaut. Absolut kein Gefühl mehr für Raum & Zeit.« Wieder jemand anderes kommentierte: »Cooler Photoshop-Einsatz, aber Joe ist zu groß.«

Manche bearbeiteten das Bild gleich selbst

Apropos Photoshop: Einige Nutzerinnen und Nutzer inspirierte das Foto auch zu eigenen Nachbearbeitungen oder Neuinterpretationen .

Eine Nutzerin zeigte derweil mit einer schnellen Photoshop-Bearbeitung, wie man sich die Originalproportionen ungefähr vorstellen kann .

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Es liegt vor allem am Objektiv

Im Laufe des Abends erklärten auf Twitter zahlreiche Fotografie-Interessierte, warum das Bild so aussieht, wie es aussieht. Verwiesen wird dabei meist auf das mutmaßlich verwendete Weitwinkelobjektiv, das die Bildränder verzerrt erscheinen lässt, aber auch darauf, dass die Bidens nicht direkt seitlich neben den Carters positioniert sind, sondern näher an der Kamera.

Falls Sie das Thema interessiert: Beim »Guardian« finden Sie eine ausführliche Besprechung des Fotos . »Wenn Sie in einem kleineren Raum fotografieren, haben Sie oft nicht genug Platz, um sich weit genug nach hinten zu bewegen, um alle Personen im Bild zu haben«, erklärt darin die Fotoexpertin Carly Earl, daher komme ein Weitwinkelobjektiv zum Einsatz. Eine Weitwinkelaufnahme, bei der man sehr nah an den Motiven steht, verzerre jedoch leider das Foto, so Earl, »sodass die Personen in der Nähe der Kamera riesig erscheinen, während die weiter entfernten Personen schrumpfen.«

Das Carter Center, eine Non-Profit-Organisation der Carters, hatte das »wunderbare Foto« am Dienstag auf Twitter veröffentlicht. Seitdem ist es über 15.000-mal geteilt und fast 80.000-mal mit »Gefällt mir« markiert worden. Zu den zahlreichen Nutzerkommentaren hat sich der Account des Carter Centers bislang nicht geäußert.

Joe Biden, 78, sagte zu seinem Treffen mit dem 96-jährigen Jimmy Carter: »Wir saßen zusammen und haben über die alten Zeiten gesprochen.«

mbö
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