Dieser Oktoberfest-Post von K.I.Z. regt gerade viele Menschen auf

Dieser Beitrag wurde am 05.10.2018 auf bento.de veröffentlicht.

Ihre Songs heißen "Ringelpiez mit Anscheißen" oder "Ficki Ficki". In ihren Musikvideos lassen sie Adolf Hitler wiederauferstehen oder Frauen ermorden. Ihr Logo ist ein erigierter Penis mit einem Notenschlüssel, und allein der Name schon: Kannibalen in Zivil.

Seit ihrer Gründung provozieren K.I.Z. – das ist das Markenzeichen der Band.

Fest steht: Nur wenig von dem, was sie sagen oder tun, meinen die Rapper wirklich ernst. Sie übertreiben, sind sarkastisch bis zynisch, und schrecken verbal vor einfach nichts zurück. Die Provokation ist ihr stärkstes Stilmittel.

Sie nutzen es, um die Hip-Hop-Szene oder gleich die gesamte Gesellschaft zu kritisieren. Ihre Fans wissen und verstehen das, finden die Texte häufig genial. Selbst unter Menschen, die eigentlich keinen Hip-Hop mögen, hat K.I.Z. deshalb viele Fans.

Auch nicht unumstritten: die Konzerte von K.I.Z. nur für Frauen

Wir haben eines davon besucht

Doch ihr Stil gefällt nicht jedem, das zeigt sich gerade mal wieder.

Was ist passiert?

Diskussionsgegenstand ist dieses Mal ein Post auf Instagram: Ein Foto zeigt Nico, Tarek und Maxim auf dem Oktoberfest. fröhlich grinsend, zwar ohne Tracht, aber dafür mit einem riesigen Lebkuchenherz um den Hals. Auf dem Schild steht allerdings nicht "Mein kleines Bärchen", sondern: "Ich ramm die Messerklinge in die Journalistenfresse". Und das regt Menschen auf.

"Sagt mal, geht's eigentlich noch? Wo bleibt euer Anstand?", schreibt ein Nutzer unter das Foto. "Das Foto geht gar nicht", findet jemand anders. Wegen Volksverhetzung solle man die Band anzeigen, schreiben einige. "Diese Aktion ist wirklich geschmacklos", schreibt die Nachrichtenseite "Der Westen ".

Was steckt hinter der Aktion von K.I.Z.?

Die Zeile mit der Messerklinge stammt aus dem Track "Ein Affe und ein Pferd". Ein Track, den K.I.Z. auch bei ihrem Auftritt beim #Wirsindmehr-Konzert gegen Rechts in Chemnitz spielten.

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Die Tatsache, dass K.I.Z. solche und ähnliche Textzeilen bei einem Konzert sangen, das ein Statement gegen Gewalt und Hass sein sollte, stieß ebenfalls auf Kritik. Besonders der Bild-Zeitung passte der Auftritt überhaupt nicht: "27 Minuten Hass gegen Hass", titelte Bild, im Text werden K.I.Z. als "Gewaltverherrlicher" bezeichnet. (Bildblog )

Und was soll jetzt dieses Foto?

Dass K.I.Z. nun ausgerechnet diese Zeile auf ein Lebkuchenherz schreiben, kann man sicherlich als Reaktion auf diese Kritik verstehen, mit freundlichen Grüßen an die Bild-Zeitung.

Ob diese Reaktion nun besonders schlau oder subtil ist – darüber kann man streiten. Auf jeden Fall ist sie: typisch K.I.Z.

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