Kampf gegen Falschmeldungen Facebook macht sich bereit für die Wahl in Kanada

Vor der kanadischen Wahl im Herbst versprechen die Tech-Riesen Facebook und Microsoft, gegen Fehlinformationen aktiv zu werden. Eine Ministerin wünscht sich das Ende der "Online-Ära des Wilden Westens".

Ministerin Karina Gould
REUTERS / Chris Wattie

Ministerin Karina Gould


Für die Wahlen in Kanada im Oktober haben Microsoft und Facebook nach Aussage einer Regierungsvertreterin erhöhte Sicherheitsmaßnahmen zugesagt. So wollen die Technologiefirmen Falschmeldungen bekämpfen, gefälschte Konten entfernen und gegen Bots vorgehen. Beide Unternehmen seien in einer freiwilligen Erklärung Verpflichtungen eingegangen, um die Integrität der Wahlen zu gewährleisten, sagte Karina Gould, Ministerin für demokratische Institutionen, am Montag.

"Die Online-Ära des Wilden Westens kann nicht weitergehen - Untätigkeit ist keine Option", sagte Gould. "Ich fordere andere Plattformen auf, in den nächsten Tagen dem Beispiel zu folgen", fügte sie mit Blick auf Google und Twitter hinzu.

Die liberale Regierung von Premierminister Justin Trudeau hatte erst vergangenen Monat kritisiert, dass die großen Social-Media-Unternehmen der Welt nicht genug täten, um mögliche Einmischungen von außen in die Abstimmung zu bekämpfen.

Social-Media-Plattformen werden häufig intensiv in die Wahlkampagnen von Politikern eingebunden, sie sind allerdings in der Vergangenheit auch Opfer von Falschinformationen und Hassrede sowie Beeinflussung aus dem Ausland geworden. So vermuten US-Geheimdienste, dass sich Russland in die Präsidentschaftswahlen in den USA 2016 eingemischt hat.

juh/Reuters



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