Megaupload Hollywood-Studios verklagen Kim Dotcom

Sechs große Filmstudios verklagen die Betreiber des Online-Dienstes Megaupload - mehr als zwei Jahre, nachdem Ermittler den Online-Dienst abgeschaltet haben. Kim Dotcom reagierte sofort per Twitter.

Kim Dotcom: Nimmt die Anschuldigungen offenbar gelassen hin
REUTERS

Kim Dotcom: Nimmt die Anschuldigungen offenbar gelassen hin


Washington - Kim Dotcom bekommt schon wieder Ärger: Der aus Deutschland stammende Unternehmer wurde wegen seiner Online-Plattform Megaupload jetzt von sechs großen Hollywood-Studios verklagt. Mit Twentieth Century Fox, Disney, Paramount, Universal, Columbia und Warner Bros. sind alle großen Namen darunter. Sie werfen Megaupload und Dotcom Urheberrechtsverletzungen in großem Stil vor. Die Klage (PDF) wurde am Montag im US-Staat Virginia eingereicht.

Schwerwiegende Copyright-Verletzungen werden Dotcom außerdem vom US-Justizministerium vorgeworfen, das Anfang 2012 für die Schließung von Megaupload gesorgt hatte. Die US-Behörden wollen die Auslieferung des in Neuseeland lebenden Dotcom, kommen mit diesem Anliegen vor den neuseeländischen Gerichten bisher aber nicht weiter.

Der Unternehmer, der zunächst unter dem Namen Kim Schmitz bekannt wurde, betreibt inzwischen die neue Datenplattform Mega. Er bezeichnete die Klage der Studios beim Kurznachrichtendienst Twitter als "Quatsch" und "dumm". Später machte er sich darüber lustig: "Ich werde heute doch keinen Filmabend machen".

mak/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
Mans Heiser 08.04.2014
1.
Zitat von sysopREUTERSSechs große Filmstudios verklagen die Betreiber des Online-Dienstes Megaupload - mehr als zwei Jahre, nachdem Ermittler den Online-Dienst abgeschaltet haben. Kim Dotcom reagierte sofort per Twitter. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/kim-dotcom-hollywood-studios-klagen-wegen-megaupload-a-963137.html
Vernünftige Filme zu drehen und nicht 90% vom Gewinn in dicke Schlitten für Produzenten und Investoren abzuschöpfen könnte auch helfen.
-kk- 08.04.2014
2. Dicke Schlitten
Dem Konsumenten das anbieten, was seit Jahren sein Bedarf ist - aktuelles streaming in einem fairen Preismodell - würde all dem Piracy Gerede den Wind aus den Segeln nehmen. Das hat bei Musik funktioniert, es WÜRDE bei Filmen genauso klappen.... nur: inzwischen ist eindeutig nachgewiesen, das piracy der Filmindustrie eher nutz als schadet, weil es grundsätzlich die Reichweite von Filmen aus der 2. und 3. Reihe erheblich erhöht. Zweitens lässt sich mit Klagen vor allen Gerichten der Welt genauso viel Geld verdienen, wie mit Filme machen, aber mit viel weniger Aufwand. WinWin Situation. Willkommen im Haifischbecken.
jonny-everclean 08.04.2014
3. haifischbecken?
Bei dem Dicken Haifische zu assoziieren ist eine schöne Idee. Mir kommt eher der Vergleich mit einem Seekuhbecken in den Sinn. Vielleicht guckt der olle Dotcom aber auch nur zuviel Filme und stopft massenweise Popcorn und Cola in sich rein. Es gibt ja Menschen die glauben der Typ sei intelligent. Warum fällt ihm bloß kein angemessenes und vor allem legales Geschäftsmodell ein. Er ist wohl doch nicht das was viele glauben..... sondern ein ordinärer Datenschieber........
berliner_klaus 08.04.2014
4. immer weiter
warum Blamiert sich aber die US Justiz indem sie gegen Kim Dotcom aber auch gar nix bewirken können. Der Mann scheint mir sehr intilligent zu sein. Die frage wird sein wie beim Schacht wer bringt wenn in Zugzwang Dotcom oder die USA ...
melaw 08.04.2014
5.
Die Filmstudios fordern alle Gewinne, die durch Filmhosting verdient wurden. Ganz genau deswegen werden Inhalte auf mega verschlüsselt. Kein Mensch kann ermittelt, welcher Upload legal und welcher illegal ist.
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