Lebenserleichternde Apps Packen Sie Ihren Krempel in die Wolke!

Wolkenformation, Antenne: Cloud Apps sparen cerebralen Speicherplatz
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Wolkenformation, Antenne: Cloud Apps sparen cerebralen Speicherplatz

2. Teil: Evernote - der größte Zettelkasten der Welt


In "Eine Studie in Scharlachrot" schockt Holmes seinen Partner Watson: Er wisse nicht, dass die Erde sich um die Sonne drehe. Mit diesem für seine detektivische Arbeit unwichtigen Faktum wolle er seinen Verstand nicht belasten - denn der sei "wie ein Dachboden", und man müsse aufpassen, dass man den nicht mit nutzlosem Krempel vollstellt.

Wem diese Logik einleuchtet, der wird Evernote lieben. Das Programm speichert Notizen und Dokumente in der Web-Wolke - es ist im Holmes'schen Sinne ein erweiterter Dachboden für Zeug, das man vielleicht später einmal braucht und mit dem man seinen Kopf nicht vollmachen möchte. Ob SPIEGEL-Artikel oder Kochrezept - Evernote speichert alles.

Evernote: Der größte Zettelkasten der Welt

Evernote: Der größte Zettelkasten der Welt

Sie können Ihren gesamten virtuellen Dachboden jederzeit durchsuchen - übers Web, den Rechner oder das Handy.

Das Besondere an Evernote: Eine Texterkennungs-Software indexiert alle abgespeicherten Dokumente, auch Fotos. Wenn Sie also beispielsweise einen leckeren Riesling trinken, fotografieren Sie das Etikett einfach mit dem Handy und schicken Sie das Bild an Evernote.

Sollte Ihnen zwei Wochen später im Supermarkt das leckere Weinchen wieder einfallen, dann geben Sie auf dem Mobiltelefon einfach "Riesling" ein - und schon zeigt Ihnen Evernote das Etikett.

Das Ganze funktioniert auch mit eingescannten Rechnungen oder PDFs (in der Premiumversion). Sogar bei Bildern, die auf dem Kopf stehen, erkennt Evernote die Schrift.

Sie können Dokumente per Drag & Drop hinzufügen, markierte Texte direkt aus dem Browser archivieren und Dateien oder Notizen per E-Mail an Evernote schicken.

  • Webadresse: www.evernote.com
  • Preis: Gratis (mit monatlichem Uploadlimit (60 MB); Premiumversion mit mehr Dateiformaten und 1 GB für 45 Dollar jährlich.
  • Funktioniert mit: Windows, Mac, iPhone, iPad, Android, Blackberry, Windows Mobile, Browser
  • Upload via: E-Mail, Webclipper-Button, Drag & Drop

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insgesamt 74 Beiträge
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Seite 1
madoschilus 10.04.2011
1.
Ich glaube: Apps sind Apps sind Anwendungen, Daten sind Daten und Webdienste sind Webdienste!
marasek, 10.04.2011
2. Genau
Pfeffern Sie Ihre Daten einfach in die Ecke. Ich schlage vor, dass SPON seine Kategorien abschafft, überhaupt die ganze Seite, bis auf ein Eingabefeld. Ich suche nach Westerwelle und voilà, ich finde alles zu Westerwelle. Ich werd zwar nie den Artikel finden, zu dem mir der passende Suchbegriff nicht einfällt, aber sei's drum. Und natürlich packe ich meine sensiblen Daten in die Cloud. Sollte man halt nicht machen, wenn es einem was ausmacht, dass jemand mitliest, aber blah laber fasel die Ehefrau könnte ja auch mitlesen. Ausserdem: wenn die Daten weg sind, weil die jeweilige Firma pleite ist / den Dienst eingestellt hat, juckt es auch nicht mehr! Kann man eigentlich von selbst Vormundschaft beantragen? Ich finde den ganzen Kram mit Kontoführung etc. so mühsam, kann das nicht jemand anders für mich machen?
hugom23 10.04.2011
3. Erfahrungen mit der Cloud
Daten sind Daten, aber womit verwalten / ansehen ... - mit Anwendungen ?? Und wer wie ich zB Evernote und Dropbox nutzt weiß, dass diese Daten auch lokal vorhanden sind und auch lokal gelesen werden können, wenn der Dienst weg ist - damit auch persönlich sicherbar. Und handelt es sich bei jedem Rezept / HowTo / Notiz wirklich um sensible Daten ? Dafür gibt es andere Lösungen, stand auch so im Beitrag. Wer glaubt das alle Nutzer von Clouddiensten nicht differenzieren können kann es wohl irgendwie selbst nicht - oder ?
avollmer 10.04.2011
4. Strategie gegen StaSi-Epigonen
Je mehr Menschen ihre Daten in die Wolke kippen und je mehr Menschen sich dabei mit Menschen- und Bürgerrechten, Subkultur, Sexualität jenseits des Mainstreams und anderen Aktivitäten beschäftigen, die der staatlichen Überwachungsindustrie beobachtenswert erscheinen, desto mehr Überwacher braucht dieses System. Es gibt dann einen Punkt ab dem nicht mehr genug Kapazität vorhanden ist um sowohl die Überwachung als auch die Analyse zu betreiben. Die Schlapphut-Aktivität wird zum "rat race", wenn sie gemeinsam mit Google und den Cloudhostern versuchen den Server- und Festplattenmarkt leerzukaufen und sich um die zusätzlich nötige Bandbreite zu streiten.
curtisnewton 10.04.2011
5. Leichtfertig. Ein gefährlicher Artikel!
Zitat von sysopDas Internet macht aus uns keine besseren Menschen - aber zumindest welche, die nicht andauernd wichtige Unterlagen verschlampen. Wer Apps und Webdienste richtig nutzt, spart eine Menge Zeit und gewinnt Lebensqualität. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,753765,00.html
Erst vor zwei Tage wurde über die Gefahren mit Dropbox hingewiesen. Auf Windowssystemen kann ein Trojaner Zugangsdaten auslesen. Auch bei anderen Cloudsystemen ist Vorsicht geboten. Die Daten werden auf einen fremden Rechner gespielt - sie sind also nicht mehr "im Haus". Das ist zwar praktisch um sie von anderen Orten abzurufen, gibt aber bei dem Cloudanbieter die Möglichkeit auf die Daten zuzugreifen oder den Zugriff zu blockieren (Siehe Amazon-Cloud und Wikileaks). Eine Alternative bei vorhandenem schnellen DSL- oder Kabelanschluß: Qnap-NAS (kostet gerade mal ab EUR200) oder alternative NAS mit SSL-/HTTPS Zugriff und verschlüsselten Daten. Da steht der Stromspar-Miniserver zuhause und kann jederzeit abgeschaltet werden. Ein weiterer Vorteil: Die NAS ist im Haus schneller ansprechbar/nutzbar als wenn man die Daten in die fremde Cloud hoch-/runterladen muß. Aber das gefällt der Cloud-Industrie - für die in Spiegel-Artikeln gerne geworben wird - nicht.
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