Neue Mobilcomputer Lenovo packt den Beamer ins Tablet

Großes Kino mit kleinem Tablet: Lenovo hat einen Flachrechner vorgestellt, in dem ein Mini-Projektor steckt. Die Neuerungen beim Notebook-Topmodell des chinesischen Konzerns fallen nicht ganz so spektakulär aus.

Lenovo

Mit Konzentrations- und Wellness-Übungen hat die Yoga-Baureihe des chinesischen Elektronikherstellers Lenovo nichts zu tun, beweglich sind die Geräte trotzdem. Das gilt auch für die am Donnerstag vorgestellten neuen Modelle Yoga 3 Pro, Yoga Tablet 2 und Yoga Tablet 2 Pro . Beim Yoga 3 Pro wurde der ungewöhnliche Klappmechanismus komplett überarbeitet.

Tastatur und Bildschirm werden jetzt nicht mehr durch zwei Scharniere miteinander verbunden. Stattdessen haben die Techniker eine Art Klavierband entwickelt. Die Konstruktion erlaubt das stufenlose Verstellen der beiden Gerätekomponenten zueinander. Abgesehen vom veränderten Design hat sich in technischer Hinsicht beim Lenovo-Ultrabook laut heise.de nicht viel getan. Bildschirm, Tastatur und Speicherkapazität gleichen dem Vorgängermodell. Dagegen habe es Verbesserungen beim W-Lan-Standard und den Anschlüssen für Peripheriegeräte gegeben.

Deutlich umfangreicher fallen die Neuerungen bei den Yoga-Tablets aus. Bei den Geräten mit ausklappbaren Fuß wurde die Standfestigkeit verbessert. Die Entwickler spendierten dem Yoga Tablet 2 Pro einen 13,3-Zoll-Bildschirm und einen eingebauten Beamer. Aus einer Entfernung von maximal zwei Metern wirft der Miniprojektor bis zum 50 Zoll große Bilder im 16:9-Format an die Wand.

Alle Tablets sind nun mit Intel-Prozessoren ausgestattet, die mit bis zu 1,86 Gigahertz arbeiten. Zudem werden jetzt größere Akkus verbaut, was sich deutlich auf die netzunabhängige Laufzeit auswirken soll. Lenovo verspricht bis zu 18 Stunden Ausdauer für das Yoga Tablet 2 und bis zu 15 für das Yoga Tablet 2 Pro. Mit eingeschaltetem Projektor reduziert sich die Laufzeit auf vier Stunden. Dank eines Lochs im Standfuß könne man das Tablet außerdem problemlos an die Wand hängen, verspricht Lenovo.

Die Fachpresse urteilte nach der Präsentation überwiegend positiv über die neuen Lenovos. "The Next Web" etwa weist auf den Mut der Lenovo-Entwickler hin, sich mit dem originellen Design der Tablets aus dem "Meer der Gleichförmigkeit" abzusetzen. Mit den neu vorgestellten Geräten sei das Unternehmen auf diesem Weg ein gutes Stück vorangekommen.

Laut Lenovo werden die Neuvorstellungen ab Mitte Oktober verfügbar sein. Die Yoga-2-Tablets kosten mit Android 4.4 und 8-Zoll-Display ab 229 Euro, bestückt mit Windows 8.1 werden 249 Euro fällig. Mit 10-Zoll-Bildschirm kosten die Geräte 299 Euro beziehungsweise 399 Euro. Für das Yoga Tablet 2 Pro werden 499 Euro angegeben. Das ungleich leistungsfähigere Yoga 3 Pro steht mit 1599 Euro in Lenovos Preisliste.

meu



insgesamt 4 Beiträge
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beob_achter 10.10.2014
1.
Interessant wäre zu erfahren, welche Lichtausbeute dieser Beamer beitet. Gerade bei so riesigen Bildern braucht man schon "ein paar" ANSI-Lumen! Ein völlig abgedunkelter Raum ist natürlich die Voraussetzung dafür, daß man überhaupt etwas erkennen kann. Die neuen Geräte sind beeindruckend - Artikel darüber sollten aber auch "augenscheinliche" Aspekte behandeln.
zeichenkette 10.10.2014
2. Der Beamer ist Spielzeug
854x480 Pixel Auflösung bei 50 Lumen, das ist wirklich nicht viel. Vielleicht für YouTube-Filmchen in einem dunklen Raum, aber sonst... Die neuen 8- und 10-Zoll Yoga-Tablets sind aber sehr interessant. Waren sie bisher schon, aber etwas lahm und schlechte Displays, die neuen Versionen sind da sehr viel brauchbarer. Ein ausklappbarer Ständer und anständige (Front-)Lautsprecher können bei einem Tablet schon sehr praktisch sein.
Labs-Kautz 10.10.2014
3. Nutzlos?
Ich sehe es ähnlich. Der Artikel liest sich wie das Datenblatt eines Kaufhausaufstellers. Der Titel dieses Artikels spiegelt in keinester Weise den Inhalt wieder. Mittlerweile sollte es klar sein dass so kleine Beamer stark eingeschränkt sind in der Nutzung. Es wird nicht mal die Leistung des Akkus erwähnt, auch wenn angebliche 18 Stunden Ausdauer genannt wurden. Tablets gibt es wie sand am Meer, aber wenn die Ausdauer und vor allem Lichtausbeute stimmt ist son Ding mit Beamer ein echter Hingucker für Bussiness und Privat. Allerdings wird der Preis von 500 Euronen nicht wirklich mehr bieten können als die Konkurrenz ohne Beamer für 800 Euronen. Und selbst knapp 1600,- schlagen sich meist nur im Prozessor und Arbeitsspeicher nieder.
joint 11.10.2014
4. Hätte Apple das gemacht
...wäre dieses Gerät seit Tagen auf der Titelseite. Und selbst die eigentliche Sensation hat der Autor nicht begriffen und deshalb in einen Nebensatz gepackt: Das erste Tablet mit vollständigem Windows und einer Laufzeit von 18 Stunden. Damit hat es das Potential, die gesamte Konkurrenz wegzukicken. Denn jetzt kann man mit einem Tablet erstmalig sogar richtig arbeiten.
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