Facebook-Chef Hacker kapern Zuckerberg-Accounts

Mehrere Profile von Mark Zuckerberg sind attackiert worden. Hackern gelang es, seine Konten bei Twitter und Pinterest anzugreifen. Zum Verhängnis wurde dem Facebook-Chef offenbar ein mehrere Jahre altes Datenleck.
Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg

Foto: Carlos Garcia Rawlins/ REUTERS

Mark Zuckerberg nutzt vor allem das Netzwerk, das er selbst gegründet hat. Aber der Facebook-Chef hat auch Profile bei anderen Diensten. Und die wurden am Sonntag augenscheinlich von Hackern angegriffen.

Beim Fotodienst Pinterest gelang es ihnen, die Profilbeschreibung für kurze Zeit durch den Text "gehackt vom OurMine Team" zu ersetzen, wie Screenshots unter anderem beim Tech-Blog "Engadget"  belegen. Bei Twitter gab es eine verdächtige Aktivität auf Zuckerbergs Account mit dem Namen "@finkd", in dem er seit Januar 2012 nichts mehr geschrieben hatte. Er veröffentlicht seit Jahren nur noch bei Facebook.

Facebook erklärte der Website "Venture Beat"  in der Nacht zum Montag, zu Zuckerbergs Konto bei der hauseigenen Fotoplattform Instagram hätten sich die Hacker entgegen ihren Behauptungen keinen Zugang verschafft. "Die betroffenen Accounts wurden wieder gesichert." Das Twitter-Konto war zeitweise gesperrt und ist inzwischen wie das Pinterest-Profil wieder in ursprünglicher Form online.

Passwort "dadada"?

Dafür ist nun das Twitter-Konto der Hacker blockiert worden. Sie hatten behauptet, Zuckerbergs Passwort in den gestohlenen Daten des Karriere-Netzwerks LinkedIn entdeckt zu haben. Es habe "dadada" gelautet.

Das lässt sich nicht bestätigen und wäre auch ein seltsam simples Passwort. Andererseits könnte der Umstand, dass womöglich ein Passwort Zuckerbergs bekannt wurde, erklären, warum nun mehrere Profile betroffen waren - sofern Zuckerberg das gleiche Passwort bei mehreren Diensten verwendet haben sollte.

Wenn die Aussagen der Hacker zur Quelle des Passworts stimmen, dann ist Zuckerberg verspätet Opfer eines Datenlecks aus dem Jahr 2012 geworden, das laut jüngsten Angaben von LinkedIn weit größer ist, als bislang bekannt.

Bei dem Angriff vor rund vier Jahren sind demnach die Passwörter von mehr als 100 Millionen Kunden kompromittiert worden. Zuvor hatte das Businessnetzwerk von 6,5 Millionen betroffenen Passwörtern gesprochen.

Am Sonntag wurden Konten weiterer Promis gehackt, es erwischte unter anderem den Rolling-Stones-Musiker Keith Richards und Reality-TV-Star Kylie Jenner. Zunächst blieb unklar, ob die Attacken mit jenen auf Zuckerberg und dem Datenleck von LinkedIn zusammenhingen.

fab/dpa