Megaupload-Auflösung Dotcom beklagt "Datenmassaker"

Jetzt sind die Daten weg: Weil Kim Dotcom nicht bezahlt, löscht ein Provider Datenbestände von Megaupload. US-Behörden hatten die Seite offline gesetzt und wollen Dotcom vor Gericht stellen.

Dotcom in Neuseeland: Nun sind Megaupload-Daten weg
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Dotcom in Neuseeland: Nun sind Megaupload-Daten weg


Berlin/Wellington - Eine niederländische Internetfirma hat sich den Zorn des Internetunternehmers Kim Dotcom zugezogen. Das Unternehmen löschte Daten von Dotcoms geschlossenem Dienst Megaupload von ihren Servern. Dotcom nannte den Vorgang ein "Datenmassaker". "Es tut mir so leid, dass Daten von Megaupload-Nutzern in Europa jetzt für immer verloren sind. Ich bin den Tränen nahe", schrieb er in seinem Twitter-Profil.

Megaupload war im Januar 2012 wegen des Vorwurfs massiver Urheberrechtsverletzungen geschlossen worden. Seitdem liefert sich Dotcom einen Rechtsstreit mit neuseeländischen und amerikanischen Behörden. Auf den Servern hätten sich persönliche Daten und entlastendes Material befunden, erklärte Dotcom via Twitter.

Die betroffene Firma LeaseWeb erklärte, sie könne die Daten nicht ewig aufbewahren, ohne dass dafür bezahlt werde. "Ein Jahr lang hat niemand Interesse an den Servern gezeigt, also haben wir unsere Möglichkeiten abgewägt", schrieb ein Justiziar des Internetdienstleisters in einem Blog-Eintrag. Megaupload sei im Voraus über die geplante Löschung informiert worden, habe aber nicht darauf reagiert. Die Inhalte der Server komplett zu löschen, bevor sie an einen neuen Kunden vermietet werden, sei die Standardprozedur zur Datensicherheit.

Mit einem neuen, zum Teil kostenpflichtigen Datei-Hoster namens Mega macht Dotcom nun neue Geschäfte von Neuseeland aus.

ore/dpa

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
postbote101 20.06.2013
1. ...
Zitat von sysopGetty ImagesJetzt sind die Daten weg: Weil Kim Dotcom nicht bezahlt, löscht ein Provider Datenbestände von Megaupload. US-Behörden hatten die Seite offline gesetzt und wollen Dotcom vor Gericht stellen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/megaupload-aufloesung-dotcom-beklagt-datenmassaker-a-906910.html
Die NSA hat sicherlich Kopien von den Daten gemacht. Vielleicht mal dort nachfragen.
mischpot 20.06.2013
2. Einfach nach Amerika fliegen
und sich ein Back Up beim FBI abholen.
doobiebrother 20.06.2013
3. warum hat er nicht einfach gezahlt?
wenn er wirklich entlastendes material nur in der cloud hat, wäre das schon doof, dann aber nicht einfach die rechnung zu bezahlen topt das ja noch....
Trueless 20.06.2013
4. Auf die Aussage:
Auf die Aussage: "Es gab eine Vorwarnung", geht Hr. "Dotcom" nicht wirklich ein? Für mich klingt alles nach recht und Ordnung. Und "verloren gehen" können die Daten nicht, denn wer ist so naiv seine Daten NUR in einer Cloud oder beim Hoster zu lagern? Jeder mit Verstand wird seine Daten noch immer lokal gesichert haben. Ergo: "shit happens"
Der_Widerporst 20.06.2013
5. Witzbolde!
Zitat von mischpotund sich ein Back Up beim FBI abholen.
Und Manning persönlich kennenlernen :-) Nee, nee, nee ...
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