Sicherheitskosten Meta gibt 27 Millionen Dollar für Schutz von Mark Zuckerberg aus

Kein Firmenchef der großen Techkonzerne investiert so viel in seine Sicherheit wie Mark Zuckerberg. Mit vielen Millionen soll der Boss vor unliebsamen Überraschungen und Angriffen geschützt werden.
Der Meta-Chef beim Jogging in Berlin im Februar 2016

Der Meta-Chef beim Jogging in Berlin im Februar 2016

Foto: DPA

Geht es darum, ihre Chefs vor möglichen Angriffen zu schützen, ist den Großunternehmen der IT-Branche kaum ein Preis zu hoch. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge hat sich Amazon den Schutz von Jeff Bezos im Jahr 2021 satte 1,6 Millionen Dollar kosten lassen. Für die Sicherheit von Sundar Pichai, Chef von Google und dessen Mutterkonzern Alphabet, wurden demnach gar 4,3 Millionen Dollar ausgegeben. Apple wiederum gibt an, Firmenchef Tim Cook im Jahr 2021 die etwas geringere Summe von 630.630 Dollar zum Schutz seiner Sicherheit überwiesen zu haben .

Für den Schutz des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg indes hat dessen Meta-Konzern 2021 insgesamt 15.195.103 Dollar aufgebracht. Die von Bloomberg zitierte Zahl stammt aus dem aktuellen SEC-Filing des Unternehmens , einer Art Jahresabrechnung des Konzerns für die US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, kurz SEC).

Überdies habe der Meta-CEO einen »Zuschuss von zehn Millionen Dollar vor Steuern für die Sicherheit von ihm und seiner Familie« erhalten. Zusätzlich wurden in das Sicherheitspaket des Firmenchefs noch Kosten in Höhe von 1.627.957 Dollar für »die persönliche Nutzung von Privatjets« eingerechnet. Macht alles zusammen 26.823.060 Dollar.

Ein Jet musste her

Immerhin: Zuckerbergs Flugkosten sind seit 2019 um mehr als eine Million Dollar zurückgegangen. In der Coronakrise ist auch er offenbar weniger rumgekommen als sonst. Ein eigener Jet war trotzdem drin. So heißt es in dem Dokument, Zuckerberg reise seit März 2022 privat und beruflich mit einem Flugzeug, das »indirekt und vollständig im Besitz von Herrn Zuckerberg ist und von einer unabhängigen Chartergesellschaft betrieben wird.«

Die substanziellen Ausgaben für Mark Zuckerbergs Schutz begründet Meta damit, dass er synonym für das Unternehmen stehe und daher »die negative Stimmung gegenüber unserem Unternehmen direkt mit Herrn Zuckerberg in Verbindung gebracht und oft auf ihn übertragen wird«.

»Angemessen und notwendig«

Über die Details der Ausgaben macht das Unternehmen keine Angabe, sondern erklärt nur, dass sie dazu dienen, die Kosten für die persönliche Sicherheit des Firmenchefs an dessen »Wohnsitzen und bei persönlichen Reisen« zu gewährleisten. Dazu gehören demnach auch die »Kosten für Sicherheitspersonal zu seinem Schutz sowie die Beschaffung, Installation und Wartung bestimmter Sicherheitsmaßnahmen für seine Wohnsitze«.

Nicht ganz so teuer wie Zuckerberg ist für Meta die Sicherheit der Co-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg. Doch auch für ihren Schutz wurden im Jahr 2021 knapp neun Millionen Dollar abgerechnet, zuzüglich gut zwei Millionen Dollar für Privatflüge.

Aufgrund der Bedeutung von Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg für Meta dienten die Sicherheitsmaßnahmen für die Chefs dem »Wohle des Unternehmens«, heißt es in der Pflichtmitteilung weiter. Und: »Wir glauben, dass der Umfang und die Kosten dieser Sicherheitsprogramme angemessen und notwendig sind«.

mak
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