Sparmaßnahmen bei Facebook-Mutterfirma Mark Zuckerberg bereitet Mitarbeiter auf Einstellungsstopp vor

6,7 Milliarden Dollar Quartalsgewinn verzeichnete Meta zuletzt, trotzdem ist der Gründer und Chef in Sorge. Mit Etatkürzungen reagiert er Berichten zufolge auf die allgemeine Wirtschaftslage.
Mark Zuckerberg: »Mehr erreichen mit weniger Ressourcen«

Mark Zuckerberg: »Mehr erreichen mit weniger Ressourcen«

Foto: Eric Risberg / AP

Der Facebook-Konzern Meta steht nach der Abschwächung seines Geschäfts vor Sparmaßnahmen. Gründer und Chef Mark Zuckerberg bereitete die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer internen Fragerunde auf einen Einstellungsstopp und Etatkürzungen in einigen Bereichen vor, wie unter anderem der Finanzdienst Bloomberg berichtete. Meta werde 2023 kleiner sein als in diesem Jahr, sagte Zuckerberg demnach.

Meta hatte im vergangenen Quartal den ersten Umsatzrückgang seit dem Börsengang des Facebook-Konzerns 2012 verbucht. Der Gewinn war um 36 Prozent zurückgegangen, betrug aber immer noch 6,7 Milliarden Dollar.

Das Management verwies unter anderem auf Konjunktursorgen und die Inflation, die Werbekunden sparsamer werden ließen. Zugleich macht Facebook und Instagram die Konkurrenz der Video-App TikTok zu schaffen. Auch Apples Maßnahmen zum besseren Schutz der Privatsphäre auf dem iPhone brachten das Geschäftsmodell durcheinander. Zugleich bringt der Fokus auf virtuelle Welten – das »Metaverse«  – Entwicklungskosten in Milliardenhöhe mit sich.

Er habe gehofft, dass die Wirtschaftsentwicklung sich inzwischen stärker stabilisiert hätte, sagte Zuckerberg Bloomberg zufolge. Aber da es nicht danach aussehe, wolle Meta vorsichtiger planen. Quer durch verschiedene Bereiche solle es Etatkürzungen geben.

Meta war in den vergangenen Jahren schnell gewachsen, unter anderem auch, um Anforderungen zur Sicherheit und zum Herausfiltern von Hassrede zu erfüllen. Zum Stichtag 30. Juni hatte der Konzern 83.553 Angestellte, nach 63.404 ein Jahr zuvor.

Nach Informationen des »Wall Street Journal« wird Meta einen Einstellungsstopp verhängen, um Kosten zu sparen. Der Konzern plane eine Reduzierung seiner Kosten um mindestens zehn Prozent, berichtete die Zeitung. Meta lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht auf Anfrage ab, verwies aber auf Erklärungen Zuckerbergs von Ende Juli. Er hatte damals die Erwartung geäußert, »dass wir mehr erreichen mit weniger Ressourcen«.

Zuckerberg sieht die Zukunft des Internets im sogenannten Metaversum, virtuellen Welten, in denen die Nutzer mittels Avataren arbeiten, spielen und kommunizieren. Deshalb benannte er Facebook vor einem Jahr in Meta um.

mbö/dpa/AFP/Reuters
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