Supercomputer für ChatGPT und DALL-E Microsoft investiert weitere Milliarden in OpenAI

Ein neues »Multimilliarden-Dollar-Investment« macht Microsoft endgültig zum wichtigsten Partner von OpenAI, der Firma hinter den künstlichen Intelligenzen ChatGPT und DALL-E.
ChatGPT ist eines der bekanntesten Modelle von OpenAI

ChatGPT ist eines der bekanntesten Modelle von OpenAI

Foto: Jonathan Raa / NurPhoto / IMAGO

Bloomberg nennt  eine Zahl: zehn Milliarden Dollar. So viel sei die am Montag verkündete Vereinbarung zwischen Microsoft und OpenAI wert. Das hätte »eine Person, die mit den Diskussionen vertraut ist«, bestätigt. Als Gerücht kursiert die Zahl schon länger, offiziell bestätigt ist sie nicht. Der Deal an sich aber ist es: Microsoft und OpenAI sprechen von einem »Multimilliarden-Investment« für die kommenden Jahre.

Schon seit seinen Investments 2019 und 2021 ist Microsoft der wichtigste Partner von OpenAI. Der Softwarekonzern aus Redmond stellt Supercomputer und Cloud-Dienste für die Entwicklung und den Betrieb der künstlichen Intelligenz (KI), die OpenAI entwickelt. Zu den bekanntesten KI-Modellen der einst von Elon Musk, Peter Thiel und anderen Investoren gegründeten Forschungsorganisation gehören der Textgenerator ChatGPT und der Bildgenerator DALL-E 2.

Nun gehe die Partnerschaft in ihre dritte Phase, wie Microsoft mitteilte. Man werde die Entwicklung und den Einsatz spezialisierter Supercomputer-Systeme ausweiten, »um OpenAIs bahnbrechende unabhängige Forschung zu beschleunigen«. Microsofts Cloud-Dienst Azure werde weiter zur Infrastruktur für Kunden ausgebaut, die ihre KI-Anwendungen im globalen Maßstab einsetzen wollen. Azure sei außerdem der exklusive Cloud-Anbieter von OpenAI.

Azure ist die Cloud hinter ChatGPT und DALL-E

Doch auch in Microsofts Produktpalette wird sich der Deal manifestieren. »Microsoft wird die Modelle von OpenAI in unseren Endkunden- und Unternehmenskundenprodukten einsetzen«, heißt es in der Ankündigung. Spekuliert wird über eine Integration der Technik in Microsofts Suchmaschine Bing als auch in die Officeprodukte. Berichten zufolge könnte das zum Teil noch im laufenden Quartal seinen Anfang nehmen.

Microsoft-CEO Satya Nadella zufolge wolle man KI »als neue Technologieplattform demokratisieren«. Dazu bekämen Entwicklerinnen und Entwickler aus allen Branchen nun über Azure Zugang zur seinen Angaben nach besten KI-Infrastruktur, den besten KI-Modellen sowie -Werkzeugen.

OpenAI betonte, man bleibe ein Unternehmen, das nur begrenzt Gewinne einfahren dürfe und von der gleichnamigen Non-Profit-Organisation kontrolliert werde. Details zur Verteilung von künftigen Einnahmen über die OpenAI-Entwicklungen wurden bisher nicht genannt.

pbe
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