Microsoft-Browser So stopfen Sie die neue Lücke im Internet Explorer

Gefährliche Sicherheitslücke im Internet Explorer 8: Schon beim Aufruf einer manipulierten Website können Angreifer einen Rechner übernehmen. Microsoft stellt einen Fix-it zur Verfügung, installieren müssen Kunden den selbst.

Internet-Explorer-Logo: Die Nachricht von der Schwachstelle sorgte für Unruhe
Microsoft

Internet-Explorer-Logo: Die Nachricht von der Schwachstelle sorgte für Unruhe


Auf beinahe jedem vierten Desktop-Rechner weltweit läuft noch Microsofts Internet Explorer 8, mit den Vorgängerversionen 6 und 7 kommen die Redmonder sogar auf einen Marktanteil von 32 Prozent - zumindest nach den Zahlen von Net Applications. So sorgte die Nachricht von einer Schwachstelle in den genannten Browser-Fassungen für Unruhe.

Eine sogenannte Zero-Day-Verwundbarkeit erlaubt es Angreifern, betroffene Rechner zu übernehmen. Dazu genügte es, im Browser eine manipulierte Webseite anzusteuern, die den Schadcode auf den Rechner schleuste. Die Sicherheitswarnung, die in der vergangenen Woche von Experten von FireEye ausgegeben wurde, bezog sich auf eine ungewöhnliche Quelle für den Schadcode. Offensichtlich hatten die Angreifer die Netzpräsenz des Council on Foreign Relations (CFR) attackiert, eines Think-Tanks für Politik und Wirtschaft. Als Adobe Flash getarnt konnte sich der Schadcode schon seit dem 21. Dezember unter den IE-Versionen 6, 7 und 8 verteilen.

Interessantes Detail: Die meisten deutschen Surfer scheinen ungefährdet gewesen zu sein. Die Aktivierung des Schadcodes sei nur dann erfolgt, wenn im Browser als Systemsprache US-Englisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch oder Russisch eingestellt war. Microsoft veröffentlichte daraufhin umgehend einen Sicherheitshinweis und stellte noch im alten Jahr ein Fix-it zur Verfügung.

Außerdem rieten die Redmonder betroffenen Nutzern, stets auf die Aktualität der installierten Java-Version zu achten. Bei der Anwendung des Fix-it sei allerdings zu bedenken, dass dadurch der Browser-Start etwas verlangsamt werden könnte, so Microsoft. Da aber die Browser-Versionen 9 und 10 von dem Sicherheitsproblem nicht betroffen seien, empfehlen die Redmonder "wie immer ein Upgrade auf die neueste verfügbare Version".

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insgesamt 22 Beiträge
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los_angeles 02.01.2013
1. Schlechter Kundendienst!
[q]Microsoft stellt einen Fix-it zur Verfügung, installieren müssen Kunden den selbst.[/q] Na typisch Microsoft! Da muss ich was selbst installieren! Klingelt den kein Mitarbeiter aus Redmont mit einem Werkzeugkoffer in der Hand an meiner Tür und entschuldigt sich: "Ich müsste mal an Ihren Computer"? ;-)
iki 02.01.2013
2. So stopfen Sie die neue Lücke im Internet Explorer, ...
... installieren Sie Google Chrome oder Mozilla Firefox.
arndtreusch 02.01.2013
3. Viel sagender Artikel
Zitat von sysopMicrosoftGefährliche Sicherheitslücke im Internet Explorer 8: Schon beim Aufruf einer manipulierten Website können Angreifer einen Rechner übernehmen. Microsoft stellt einen Fix-it zur Verfügung, installieren müssen Kunden den selbst. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/microsoft-schliesst-sicherheitsluecke-in-internet-explorer-8-a-875359.html
Sobald ich Ihren Artikel aufrufe verabschiedet sich mein Explorer komplett! Viele Grüße, Arndt Reusch
so_halt 02.01.2013
4. Der IE ist an sich eine Sicherheitslücke! Deshalb Alternativen verwenden.
Oder gleich auf MAC oder Linux umsteigen.
zikky 02.01.2013
5. optional
Stellt sich mir die Frage, wieso gibt es noch User die den IE nutzen. Es vergeht doch kaum eine Woche/Monat wo nicht irgendein Sicherheitsleck endeckt wird. Na gut ich nutze eh Linux mit Firefox und Crome da gibt es keine Probleme...
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