App-Empfehlungen Windows 10 ab Sommer mit mehr Werbekacheln

Schon jetzt zeigt Microsoft im Startmenü seines aktuellen Betriebssystems App-Vorschläge an - und ab dem großen Sommer-Update könnte das noch häufiger vorkommen.

Windows 10
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Eine Präsentation auf Microsofts Entwicklerkonferenz Windows Hardware Engineering Conference (Winhec) legt nahe, dass Windows 10-Nutzer künftig mehr Hinweise auf noch nicht installierte oder gestartete Apps bekommen. Ab dem großen Anniversary-Update im Sommer soll sich die Zahl hervorgehobener Apps in der Startmenü-Übersicht von fünf auf zehn verdoppeln (PDF, Seite 10).

Bislang führen von den Promoted-App-Kacheln zwei zu bereits vorinstallierten Programmen, drei weitere leiten den Anwender zum Windows Store. Durch die Verdopplung der Reklamekacheln sollen die Anwender nun wohl stärker auf das Programmangebot im Windows Store hingewiesen werden. Welche Apps genau zu sehen sind, hängt von der geografischen Region des Anwenders ab. Die Auswahl der empfohlenen Apps soll zudem regelmäßig wechseln.

Auf eine Nachfrage, was die in der Präsentation angedeutete Änderung für deutsche Nutzer bedeutet, hat Microsoft bis zum späten Nachmittag nicht geantwortet. In der Vergangenheit hieß es, Entwickler und Unternehmen würden nicht dafür bezahlen, dass ihre Apps bei den Empfehlungen auftauchen.

Nicht jeder Windows-10-Nutzer bekommt die Werbekacheln zu sehen. Zumeist tauchen die Anzeigen auf neuen Computern mit bereits vorinstalliertem Betriebssystem auf. Dort erscheinen die Reklameflächen im Bereich der meistverwendeten Apps, unabhängig davon, ob der Nutzer das Programm auch nur einmal genutzt hat.

Wer seinen Rechner von einer früheren Version auf Windows 10 aktualisiert, bleibt von Microsofts App-Tipps verschont, heißt es bei "Golem". Teilnehmer des Insider-Programms, das ihnen jeweils die neuesten Versionen von Windows 10 auf den Rechner spielt, begegnen den Werbe-Kacheln seit der Aktualisierung auf Build 10565.

Ein Zwang, sich die App-Tipps anzeigen zu lassen, besteht für niemanden. Microsoft selbst gibt an, die entsprechenden Kacheln könnten entfernt werden.

Um die Reklamekacheln loszuwerden, gibt es folgende Möglichkeit: Gehen Sie im Startmenü zu Einstellungen und dann zu Personalisierung, im Untermenü Start deaktivieren Sie den Schalter bei "Gelegentliche Vorschläge im Menü 'Start' anzeigen". Ebenso lassen sich einzelne Werbekacheln über das Rechtsklick-Menü loswerden.

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insgesamt 37 Beiträge
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wirep 17.05.2016
1.
10 kacheln mit werbung für apps... gibt es überhaupt so viele (sinnvolle) apps im ms-store? oder wird da auch einfach mal zu irgendwelchen spielchen weitergeleitet?
Bürger Icks 17.05.2016
2. Tolle Sache doch, oder?
WinX meine ich jetzt ;)
ferdi111 17.05.2016
3. Als Microsoft vor ..
3 Wochen 4,5 Gigabyte von meinen 5 Gigabyte für das Update auf Win 10 gezogen hat...habe ich auch was gezogen: Eine DVD aus einer Zeitschrift mit den besten Linux-Versionen. Ich habe eine ausgesucht und bin seit dem glücklich, weil alles besser funktioniert! Ich habe dummerweise noch Win 10 auf meinem anderen Notebook - da sehe ich immer wieder, was für ein Werbe-Käs da aufgetischt wird! Und Microsoft wird bei mir garantiert nix mehr runterladen, weil ich morgen an diesem Notebook Win 10 auch platt mache! Aber wahrscheinlich wird dieser Bericht zensiert, weil SPON vermutlich immer noch auf den depperten Mircosoft-Produkten rumfingert, weil sie vermutlich so kostenlose Käse-OEM bekommen haben...he...probiert es einfach mal..es ist sooooo geil!
mbodef2014 17.05.2016
4. Späte Erkenntnis für alle,
die sich den "junk" Windows 10 kostenlos heruntergeladen haben: there is no free lunch... Also besser jetzt wechseln, wohin auch immer, nur so kann man später den für einen vernünftigen Betrieb notwendigen, aber dann kostenpflichtigen MS update-Paketen entkommen. Oder: bis 2022 bei Windows 7 bleiben (MS ist rechtlich zu updates verpflichtet) und dann weitersehen, ist dann vielleicht eine komplett neue Welt, ohne die Notwendigkeit von "Betriebssystemen", darauf zugeschnittetenen Programmen etc. Und da wir einmal dabei sind, kotz..: Meine Hoffnung ist, dass sich bis 2022 dann auch der Unsinn "Facebook" selbst erledigt hat, also auch der letzte Depp bemerkt hat, wie er von Zuckermann ausgebeutet wird. Hoffentlich gibt es vorab schon Gerichtsentscheidungen, die wenigsten dem erweiterten öffentlich Dienst und den gemeinnützigen Vereinen aus wettbewerbsrechtlichen Gründen das Einblenden von Facebook links etc untersagen. Geht aber nur, wenn bis dahin nicht TTIP in Kraft getreten ist..., sonst wird man verklgt, wenn man sich nicht ausbeuten lässt...
Sabin Chen 17.05.2016
5. Win 10
der Versuch dieses Katastrophenupdates hat in unserem Haushalt einen teuren Gamer-PC und ein älteres Notebook zerschossen. Nun nervt das Popup auf dem letztverbliebenen Notebook und will installiert werden. NIEMALS. Die Reparaturen müsste man eigentlich MS in Rechnung stellen!
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