Nach-Nominiert Jetzt sind es 31 deutsche Kandidaten

Rund eine Woche nach Veröffentlichung der "endgültigen" Kandidatenliste für den Posten des Icann-Direktors Europa nähert sich die Liste dem Zustand der "Endgültigkeit". Inzwischen kandidieren 31 deutsche Kandidaten über die "Selbstnominierungsliste". Deutschsprachige Konkurrenz gibt es nur aus der Schweiz: Vier Eidgenossen stehen auf der Liste, jedoch kein Österreicher.


Für alles gibt es einen Grund, sogar bei der Icann. Eigentlich sollte Mitte August die Phase abgeschlossen sein, in der man sich noch im Verfahren der Selbstnominierung um den Posten als Icann-Direktor bewerben können sollte. Aufgrund von "Formfehlern" bei einigen Bewerbungen waren aber "Nachfragen" bei den Bewerbern nötig, so die Icann. Nach Klärung aller Fragen seien die Personen, die den Kontakt innerhalb der gegebenen Fristen gesucht hätten, nachträglich auf der "endgültigen" Liste gelandet. Im Vergleich zur Version vom 15. August liegt nun also eine noch endgültigere Liste vor.

Die Kandidatenliste

Neben Winfried Schüller, der bereits als Kandidat nominiert ist, stellen sich aus den deutschsprachigen Ländern nun folgende Personen zur Wahl:

Thmas Bandholtz
Jörg Clausen
Hans Peter Dittler
Lutz Donnerhacke
Michael Esser
Jean-Marie Fiechter (Schweiz)
Andreas Fuegner
Bertram Gebauer
Markus Helfrich
Oliver Hellriegel
Jeanette Hoffmann
Reinhard Hund
Peter Imfeld (Schweiz)
Florian Korff
Karl Kramer
Marc Lehmann
Jakob Lindenmeier
Andy Müller-Maguhn
Ralf Möbius
Rolf Oberhänsli (Schweiz)
padeluun
Roland Portig
Gustav Quade
Sabine Reul
Roland Scharch
Christian Schultz
Klaus-Peter Schulze
Carlo Scollo Lavizzari
Michael Straub
Rena Tangens
Florian H. Th. Wegelein
Ralf Wiegand
Oliver Thuns Wolfgang Tolle
Axel Zerdick
Stefan Zotschew


Die Frist für Unterstützungs-Stimmen endet am 31. August. Der eigentliche "Wahlkampf" soll im September folgen, die Wahl selbst im Oktober. Bis zum 31. August entscheidet sich, welche zwei Kandidaten aus der "Selbstnominierungsliste" in den Kreis der offiziellen Icann-Kandidaten aufrücken werden. Das Direktorium hatte im Juli eine Liste aus fünf Kandidaten nominiert, insgesamt werden also nur sieben Bewerber für die "Endrunde" in der Direktoriumswahl zugelassen.

Deutscher Wunschkandidat des Icann-Direktoriums ist der Telekom-Manager Winfried Schüller. Dem dürfte kräftige Konkurrenz ins Haus stehen, wenn man dem derzeitigen Trend trauen darf: An der Spitze stehen Kandidaten und Kandidatinnen, die eher dem "freien" Bereich der Internet-Szene zuzuordnen sind. Engagements bei Fitug oder beim Chaos Computer Club (CCC) sind offenbar echte Empfehlungen, während die von größeren Lobby-Organisationen gestützten Kandidaten Mühe haben, eine dreistellige Zahl von Unterstützer-Stimmen zusammenzubekommen.

Einsamer Spitzenreiter ist derzeit Andy Müller-Maguhn, Sprecher des CCC, der Anfang der zweiten Wahlwoche 805 Stimmen gesammelt hatte. Der von der D21-Initiative favorisierte Kandidat Axel Zerdick brachte es im gleichen Zeitraum auf 47 Stimmen. Aber noch ist das Rennen nicht gelaufen...



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.