Nachrichtenportal AOL plant deutsche "Huffington Post"

Großbritannien hat sie schon, Frankreich und Deutschland sollen folgen: AOL will seine erfolgreiche Nachrichtenseite "Huffington Post" in Europa etablieren. Für die deutsche Ausgabe wird nur noch ein Medienpartner gesucht - weitere Websites sind bereits in Planung.

US-Website der "Huffington Post": Bald auch eine deutsche Ausgabe online

US-Website der "Huffington Post": Bald auch eine deutsche Ausgabe online


Hamburg - Das erfolgreiche US-Nachrichtenportal "Huffington Post" soll in naher Zukunft einen deutschsprachigen Ableger bekommen. Im Zuge der Strategie zur Internationalisierung nehmen die "HuffPost"-Macher Kurs auf den europäischen Markt. Neben der bereits bestehenden britischen Ausgabe und der im November startenden französischen Ausgabe soll auch Deutschland seine landeseigene Fassung bekommen - innerhalb der nächsten sechs Monate.

"Ja, wir kommen nach Deutschland, wenn wir den richtigen Partner gefunden haben", bestätigte Jimmy Maymann, bei der Konzernmutter AOL für den Inhalteausbau zuständig, am Mittwoch auf Anfrage. Auf einer Konferenz des Burdaverlags in Tel Aviv hatte Maymann gegenüber dem Medienportal "Meedia" gesagt, das Engagement werde finanziell zunächst "überschaubar bleiben". Die deutsche Dependance solle ein gutes Dutzend festangestellte Mitarbeiter umfassen. Der Markt sei chancenreich, erklärte Maymann: "Es gibt in Deutschland Raum für Innovationen."

Ähnlich wie in Frankreich, wo die lokale "HuffPost" in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung "Le Monde" entsteht, soll auch in Deutschland mit einer Partner-Publikation kooperiert werden. Welche das sein wird, stehe noch nicht fest.

Das Interesse am deutschen Markt ist auch bei anderen US-Medien groß. "Meedia" macht auf die deutschsprachige Ausgabe von "Engadget" aufmerksam, eine deutsche Version des "Wall Street Journal" soll Anfang des kommenden Jahres veröffentlicht werden. Während das "Wall Street Journal" jedoch auch hierzulande nur gegen Bares zu haben sein wird, soll die "HuffPost" nichts kosten. Maymann setzt auf Anzeigenerlöse und erwartet nicht, vom ersten Tag an schwarze Zahlen schreiben zu können. "Das ist ein langfristiges Ziel", wird er zitiert. Auch ein deutsches "TechCrunch" sei denkbar: "Ich habe keinen Zweifel, dass 'TechCrunch' in Deutschland funktionieren könnte, es ist eine fantastische Marke", so Maymann.

meu



insgesamt 11 Beiträge
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Wittekind 02.11.2011
1. Was soll das?
Wir haben genug links-versiffte Nachrichtenseiten, die sich ihre Inhalte im Internet zusammenklauen. Aber AOL hat sich ja schon in der Vergangenheit durch äußerst erfolgreiche Geschäftsoperationen hervorgetan - Viel Glück.
Rainer Daeschler, 02.11.2011
2. Perspektive
Zitat von WittekindWir haben genug links-versiffte Nachrichtenseiten, die sich ihre Inhalte im Internet zusammenklauen. Aber AOL hat sich ja schon in der Vergangenheit durch äußerst erfolgreiche Geschäftsoperationen hervorgetan - Viel Glück.
Je weiter man rechts steht, desto mehr sieht man links von sich stehen.
sappelkopp 02.11.2011
3. Geben Sie mal bitte ein Beispiel...
Zitat von WittekindWir haben genug links-versiffte Nachrichtenseiten, die sich ihre Inhalte im Internet zusammenklauen. Aber AOL hat sich ja schon in der Vergangenheit durch äußerst erfolgreiche Geschäftsoperationen hervorgetan - Viel Glück.
...würde mich mal interessieren, wen Sie meinen. Kann man sicher tolle Rückschlüsse draus ziehen. LOL!
rara_bb 02.11.2011
4. Usp
Man möge mich korrigieren, aber: bezieht die amerikanische Huffington Post nicht ihre Attraktivität daraus, dass sie eine linksliberale Alternative zu (aus unserer Sicht) eher konservativ-marktliberal geprägten Medienlandschaft ist? Mit diesem Alleinstellungsmerkmal wird es auf dem deutschen Markt schwer, denn an linksliberalen Internetportalen besteht hier kein Mangel.
donbernd, 02.11.2011
5. Huffington Post
Zitat von WittekindWir haben genug links-versiffte Nachrichtenseiten, die sich ihre Inhalte im Internet zusammenklauen. Aber AOL hat sich ja schon in der Vergangenheit durch äußerst erfolgreiche Geschäftsoperationen hervorgetan - Viel Glück.
Wenn man sich ansieht wen die Huffington Post so alles zu Wort kommen lässt, dann täte ein solches Blatt der deutschen Medienlandschaft gut . Dort kommen ua. Personen wie Gregg Braden, Edgar Mitchell oder David Wilcock zu Wort, was in deutschen Medien nahezu unmöglich wäre, zumindest ohne diese gezielt ins lächerliche zu ziehen. Stattdessen bieten deutsche Medien der extremistischen Skeptikerszene ein Forum , ohne die Menschen darüber aufzuklären um was genau es sich dabei für Personen handelt und welche Ideologie hinter deren 'Beiträgen' steht.
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