Medienwandel NBC kauft sich bei "Buzzfeed" ein

Der Medienriese NBC Universal investiert 200 Millionen Dollar in das Portal "Buzzfeed". Die Medienunternehmen wollen kooperieren bei Film, Fernsehen - und bei Olympia 2016.

"Buzzfeed"-Büro in New York (Archivbild): Kooperation mit NBC bei Film, Fernsehen, Olympia
REUTERS

"Buzzfeed"-Büro in New York (Archivbild): Kooperation mit NBC bei Film, Fernsehen, Olympia


Jetzt ist der Deal offiziell: NBC Universal kauft sich mit 200 Millionen Dollar bei der Website "Buzzfeed" ein. Die umgerechnet gut 180 Millionen Euro seien ein Aktien-Investment und sollten den Weg zu einer strategischen Partnerschaft ebenen, kündigten die Unternehmen an.

"Buzzfeed" und NBC Universal wollten unter anderem bei der Berichterstattung über die Olympischen Spiele 2016 zusammenarbeiten, hieß es. Der Sender NBC hält die Olympia-Senderechte für die USA. Zur Mediengruppe gehört auch ein Hollywoodstudio, das zuletzt Kassenhits wie "Jurassic World" und "Minions" herausbrachte. Eigentümer von NBC Universal ist inzwischen der amerikanische Kabelgigant Comcast.

Damit ist der Deal nun offiziell bekannt gegeben. Im Juli wurde bereits über das sich anbahnende Geschäft berichtet - damals gab es allerdings keine Bestätigung. "Buzzfeed"-Gründer Jonah Peretti schrieb seinen Mitarbeitern, nach dem Deal könne man bei Projekten mit NBC zusammenarbeiten, "die wir allein niemals machen könnten".

"Buzzfeed", spezialisiert auf die Verbreitung viraler Inhalte, erreicht nach eigenen Angaben mehr als 200 Millionen Nutzer im Monat mit seinem Mix aus vor allem bunten, aber auch ernsthaften Geschichten.

Nach Medienberichten wurde "Buzzfeed" bei dem Deal insgesamt mit 1,5 Milliarden Dollar bewertet - damit dürfte NBC Universal einen Anteil von rund 13 Prozent erworben haben. Beobachter gehen davon aus, dass "Buzzfeed" an die Börse gehen will.

Vergangene Woche steckte NBC Universal auch 200 Millionen Dollar in die Online-Medienfirma Vox, zu der unter anderem das Blog "Re/code" und die Tech-Website "The Verge" gehören. Vox wurde im Zuge des Deals mit 1,1 Milliarden Dollar bewertet.

"Buzzfeed" gab am Dienstag ebenfalls bekannt, dass es in Kooperation mit Yahoo! Japan einen Ableger im ostasiatischen Land auf den Markt bringen wird.

fab/dpa



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