Das Netz hat Fragen "Dürfen meine Eltern noch Fotos von mir haben?"

Im Internet stellen Menschen mitunter abseitige, aber stets ernst gemeinte Fragen zum Datenschutz. Im "Netzteil"-Podcast spricht der Experte Lars Hohl über Hochzeitsfotos und Telefonbücher.

Datenschutz-Frage: Brauchen Hochzeitsfotografen eine Einwilligung von allen Gästen?
Getty Images

Datenschutz-Frage: Brauchen Hochzeitsfotografen eine Einwilligung von allen Gästen?


Das Netz hat Fragen: Was hat sich durch die DSGVO wirklich verändert?

Kann ich Facebook und Google dazu zwingen, nachweislich alle meine Daten zu löschen? Können Datenschutz-Verstöße abgemahnt werden? Sind Telefonbücher noch legal?

Spätestens, seit es die Datenschutz-Grundverordnung - kurz: DSGVO - gibt, interessieren sich Menschen für ihre Rechte und Pflichten in Bezug auf personenbezogene Daten. Auf Websites wie Gutefrage.net, Quora und Reddit stellen sie Fragen an die jeweilige Community, aber nicht immer bekommen sie hilfreiche Antworten.

Redakteur Patrick Beuth (li.) und Datenschutzexperte Lars Hohl im Podcast-Studio
Janita Hämäläinen / DER SPIEGEL

Redakteur Patrick Beuth (li.) und Datenschutzexperte Lars Hohl im Podcast-Studio

Für diese Folge des Tech-Podcasts "Netzteil" hat Redakteur Patrick Beuth einen Stapel solcher Fragen aus dem Netz zusammengesucht. Zusammen mit Lars Hohl, Information Security Manager der Deutschen Bahn und Datenschutzfachmann, beantwortet er sie.

Darum geht es im "Netzteil"

Diese Folge hier ist die sechste und letzte der dritten Staffel des Podcasts "Netzteil", in dem sich die Redaktion des Netzwelt-Ressorts verschiedenen Tech-Themen widmet. In Staffel drei geht es um echte Fragen von Internetnutzern zu Themen wie Darknet, Datenschutz, Influencern und Kryptowährungen. Die Redaktion beantwortet sie zusammen mit Experten. Staffel zwei drehte sich vor allem um App- und Gadget-Tests, in Staffel eins ging es um die Technik der Zukunft.

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insgesamt 17 Beiträge
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fatherted98 20.11.2019
1. das Lustige an der Sache ist...
...das man vom Staat oder den Medien eigentlich überall fotografiert oder gefilmt und von den Medien auch noch veröffentlicht werden kann/darf. Das Recht auf das eigene Bild muss im Einzelfall mühsam eingeklagt werden...bzw. da blitzt man dann wegen "Pressefreiheit" ab.....aber Hochzeitsfotos oder Klassenbilder....tja....
frank-bhv 20.11.2019
2. fatherted98 - falsch
Das man von der Presse fotografiert und ungefragt veröffentlicht werden darf, ist schlicht falsch. Es gibt klare Regeln, wann was erlaubt ist und wann nicht. Zwar halten sich nicht alle Medien daran, aber das bedeutet nicht, dass es keine Regeln gibt. Und die meisten Titel halten sich auch daran.
graf koks 20.11.2019
3. Lobby-Problem
Die große Verunsicherung bei allem, was mit Daten und Bildern zu tun hat, ist bei den exorbitanten Kosten begründet, die jeder kleine Verstoß nach sich ziehen kann. Würde zumindest die erste Abmahnung kostenmäßig im zweistelligen Bereich gedeckelt, würden immer noch die Interessen der Urheber gewahrt, aber den Anwälten ginge ein lukratives Geschäftsmodell verloren.
stelzerdd 20.11.2019
4. Dank Internet ist es gelungen
Dank Internet ist es gelungen, daß man tatsächlich solche Fragen thematisiert, ob Eltern noch Fotos ihrer Kinder oder deren Hochzeitsfotos samt Gästen haben dürfen. Oder daß erntshaft diskutiert wird, ob an der Haustürklingel noch der Name des Mieters stehen darf und ob Telefonbücher "illegal" sind. Die Frage, ob die privatwirtschaftlich organisierten Datenkraken wie etwa das Fratzenbuch ungehemmt beliebige Daten über Personen und deren Umfeld sammeln dürfen, wird schon gar nicht mehr gestellt. Stattdessen wird der allböse demokratische Staat mit allen - nicht näher spezifizierten "Medien" -- in einen Topf geworfen und übler - nicht näher spezifizierter - böser Umtriebe bezichtigt. Und der demokratische Staat ist so unglaublich dumm, daß er auch noch bei den unkontrollierten und unkontrollierbaren Datenkraken mitmacht. Staatliche Organisationen und Körperschaften d.ö.R sollte es verboten sein, die voller Lügen und Hass steckenden asozialen Medien, insbesondere die ausländischen, zu nutzen. Und es ist eine bodenlose Frechheit, daß wir Bürger allesamt die Fratzenbuch-Auftritte der öff.-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten mitzufinanzieren gezwungen werden. Mit ein bisschen Wahrheit wird man niemals in der Lage sein, dem Hass und den Lügen in den asozialen Medien Paroli zu bieten. Es sei denn man glaubt dran wie Don Quichote bei seinem Kampf gegen Windmühlen.
swnf 20.11.2019
5. Das ist nicht lustig, sondern Fake-News
Zitat von fatherted98...das man vom Staat oder den Medien eigentlich überall fotografiert oder gefilmt und von den Medien auch noch veröffentlicht werden kann/darf. Das Recht auf das eigene Bild muss im Einzelfall mühsam eingeklagt werden...bzw. da blitzt man dann wegen "Pressefreiheit" ab.....aber Hochzeitsfotos oder Klassenbilder....tja....
Mehr Unwahrheiten hätten Sie ja kaum in einem Beitrag unterbringen können! Wo haben Sie denn das her? Weder die Medien noch der Staat dürfen Sie überall fotografieren. Veröffentlichen schon gar NICHT!!
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