Netzwelt-Ticker Endlich ein Petabyte Speicherplatz

Im Nachrichtenüberblick: Frustrierte Kollegen könnten im Firmennetzwerk Viren aussetzen, warnen Sicherheitsexperten. Handys knacken die Marke von einer Milliarde, Speichersysteme die von einem Petabyte. Gescheitert sind ein Standard für das viel gepriesene drahtlose Heim und ein Plastikköter aus Japan.

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Angestellte als Computer-Virenschleuder

Viren-Programmierer haben es immer schwerer. Das zumindest glauben die Autoren des IBM Global Business Security Index Report herausgefunden zu haben, berichtet ZDNet Asia. Verbesserte Sicherheitsvorkehrungen bei Software und Netzwerken führen dazu, dass sich die immer professioneller organisierten bösen Buben nach neuen Möglichkeiten umsehen, um an Geld und Daten zu kommen. Dem Report zufolge sind die Angestellten eine potentielle Schwachstelle. Statt umständlich komplizierte Schädlingsprogramme zu programmieren würden sich die Angreifer darauf verlegen, unzufriedene Mitarbeiter dazu zu bringen, ihre Viren direkt in die jeweiligen Computernetze einzuschleusen. Mal sehen, was sich die Hersteller von Antiviren-Software dagegen einfallen lassen.

Noch mehr Handys

Der Handy-Boom hält an. Eine Studie des Marktforschungs-Unternehmens Strategy Analytics geht davon aus, dass 2006 insgesamt 930 Millionen Mobiltelefone über den Tresen gehen werden. Die damit verbundene Steigerung um 15 Prozent geht vor allem auf das Konto Asiens und Afrikas. Sehr zum Unbehagen der Hersteller seien jedoch die wenig profitablen Billig-Modelle der 40-Dollar-Klasse besonders populär. Für 2007 sehen die Analysten allerdings bereits jetzt den Verkauf von mehr als einer Milliarde Handys voraus. Das dürfte auch bei kleinen Gewinnmargen ein gutes Geschäft sein.

Endlich: Ein Petabyte

In Computer-Zeitschriften liest man es oft genug: Speicher kann man nie genug haben. Die Speicherplatz-Krone hat sich jetzt die EMC Corporation aufgesetzt. Ihr neues Speicherplatz-System Symmetrix DMX-3 kann mit bis zu 2400 Festplatten à 500 Gigabyte ausgestattet werden. Das entspricht einer Gesamt-Kapazität von einem Petabyte (1024 Terabyte). Ein prall gefülltes Geldsäckel sollen potentielle Käufer freilich mitbringen. Die Einstiegsversion mit 96 Laufwerken und sieben Terabyte Speicher schlägt bereits mit 250.000 US-Dollar zu Buche.

Doch kein drahtloses Heim?

Die Ultra Wideband Technology (UWB) sollte die Lösung für das viel gepriesene digitale Heim werden. Ähnlich wie WLANs Computer vernetzen, sollte UWB moderne Unterhaltungselektronik kabellos koppeln. DVD-Player, Videorekorder und vor allem Media-Server sollten über UWB einfach und ohne Strippenziehen miteinander verbunden werden. Damit das auch wirklich klappt, braucht man aber einen Standard, und um den sieht es schlecht aus. Wie newsfactor.com berichtet, haben die beteiligten Gremien während eines Treffens auf Hawaii beschlossen, ihre gemeinsame Arbeitsgruppe einzustellen. Trotzdem gibt es noch Hoffnung. Wie die Analystin Joyce Putscher von In-Stat orakelt, könnten nun europäische Gremien einen eigenen "de facto"-Standard entwickeln.

Aibo wird eingeschläfert

Mit Cyberpets, computergesteuerten Haustieren, lässt sich offenbar doch kein Geld machen. So hat Sony beschlossen, die Produktion des Roboter-Hundes Aibo einzustellen. Gemeinsam mit ihm wird auch QRIO, der kleine Roboter, dessen Tanzkünste auf der letzten Cebit zu besichtigen waren, den Weg allen Siliziums gehen. Die Forschungen im Bereich künstlicher Intelligenz sollen bei Sony jedoch weitergeführt werden und in zukünftige Produkte einfließen.

Samsung verbessert Handy-Displays

Der koreanische Technologie-Konzern Samsung gibt an, endlich ein tageslichttaugliches Handy-Display entwickelt zu haben. Der Super-Reflective LCD genannte Mini-Bildschirm soll einen dreimal höheren Reflektionsgrad haben als bisherige Handy-Displays und daher auch bei starkem Sonnenlicht gut ablesbar sein.

Eltern daddeln auch

Endlich ist es offiziell: Auch Eltern spielen am PC. Das hat eine Studie der Peter D. Hart Research Associates im Auftrag der entertainment software association (esa) ergeben. Von den 501 befragten US-amerikanischen Eltern gab ein gutes Drittel an, regelmäßig Computerspiele zu nutzen. Die meisten von ihnen tun das gemeinsam mit ihren Kindern und geben an, die gemeinsamen Videospiele würden die Beziehung zu ihren Zöglingen festigen. Na dann: voller Spieltrieb voraus!

Die Blogcharts sind online

Wer wissen will, was in der deutschen Blog-Szene angesagt ist, darf die deutschen Blogcharts nicht verpassen. Diese Woche auf Platz 1: das BILDblog, dicht gefolgt von Spreeblick Johnny und dem Shopblogger.

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