Netzwelt-Ticker Google entwickelt iTunes-Alternative

Diesmal aber wirklich: Google will es mit Apples iTunes aufnehmen - ein eigener Online-Shop mit Apps und Musik soll in Kürze starten. Außerdem: Facebook nimmt es mit dem Verschlüsseln von Passwörtern nicht so genau. Das und mehr im Nachrichtenüberblick.
Von Carolin Neumann
Google TV: Das Unternehmen arbeitet an einer Alternative zu Apples Musik-Online-Shop

Google TV: Das Unternehmen arbeitet an einer Alternative zu Apples Musik-Online-Shop

Foto: Google/ dpa

Google

Handys, Tablet-PCs, ein eigener Webvideo-Standard, Internetfernsehen und jetzt das: tritt in einem weiteren Bereich direkt gegen Konkurrent Apple an, genauer - dessen iTunes-Laden. Auf der I/O-Entwicklerkonferenz in San Francisco, wo auch die Neuheit Google TV enthüllt wurde, hat der Suchmaschinist am Donnerstag in einem Nebensatz angekündigt, seinem Android Market ein Musikangebot hinzuzufügen.

Damit nicht genug: Sämtliche Applikationen sind künftig im neuen webbasierten Chrome App Store erhältlich. Zusätzlicher Bonus zur Musik aus der Cloud: Das Heruntergeladene wird automatisch mit allen Android-Geräten synchronisiert. Und wer möchte, kann doch weiterhin seine Downloads in einer Desktop-Anwendung zusammenführen, wofür sich Google eigens das Start-up Simplify Media geschnappt hat. Ob es für die Kampfansage an Apple denn auch schon Partner in der Musikindustrie gibt, ist laut Techcrunch  nicht bekannt. Anfang des Jahres war Google einmal bereits fälschlicherweise nachgesagt worden, einen iTunes-Killer zu planen, die angebliche Kooperation mit dem Portal Spotify war dann aber doch keine.

Viel schöner als die Technologien, die Google Apple entgegenhält, war aber eine Spitzfindigkeit in der Keynote des Entwicklers Vic Gundotra . Er warnte vor einer Zukunft, in der "ein Mann, eine Firma, ein Gerät, ein Betreiber die einzige Wahl" ist - eine direkte Anspielung auf eine legendäre Macintosh-Werbung aus dem Jahr 1984.

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Passwortlücke bei Facebook entdeckt

Facebook

Nicht nur unsere eigenen Informationen sind bei in Gefahr, selbst wer mit dem sozialen Netzwerk gar nichts am Hut hat, kann ins Netz der Datenhäscher geraten. Sicherheitsexperten der Fachhochschule Gelsenkirchen haben für das ARD-Magazin "Monitor"   ausprobiert, was passiert, wenn ein Nutzer bei der Freundessuche sein Outlook-Adressbuch zur Verfügung stellt und siehe da: Nicht nur Vor- und Nachnamen werden ausgefiltert, sondern auch E-Mail-Adressen und sonstige im Adressbucheintrag enthaltene Daten. Facebook dementiert.

Was sich nicht leugnen lässt: Anders als in den Richtlinien angegeben, wird bei der Übermittlung von Passwörtern, wie etwa bei der Suche nach Freunden über externe Accounts, nicht die SSL-Technologie verwendet, wodurch sich Daten laut "Monitor" sichtbar machen lassen. Da wundert es wenig, dass einer Studie zufolge  zwei Drittel der Facebook-Nutzer über einen Ausstieg nachdenken.

Rapidshare darf weiter teilen

Jetzt auch in den USA: Ein Gericht in Kalifornien hat den Filesharing-Dienst Rapidshare vom Verdacht der Urheberrechtsverletzungen freigesprochen. Das Unternehmen könne nicht für Missachtungen der Nutzer verantwortlich gemacht werden. Ähnlich hatte hierzulande kürzlich bereits das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden. Das US-Urteil hat Potential zum Präzedenzfall, glaubt torrentfreak.com .

Auch das noch:

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