Netzwelt-Ticker Googles Siri-Konkurrent soll Majel heißen

Auch Google bastelt an einem neuartigen Sprach-Assistenten für Android-Handys - um damit Apples Siri auch konzeptionell Konkurrenz zu machen. Außerdem im Überblick: Reptil frisst Handy-Ameisen, Diplomaten im Cyberkrieg und das erfolgreiche Web-Experiment eines US-Komikers.
Siri-Spracheingabe: Google werkelt am Konkurrenten

Siri-Spracheingabe: Google werkelt am Konkurrenten

Foto: TMN

Glaubt man den Gerüchten auf "Android and Me", einem Blog zum Handy-Betriebssystem Android , arbeitet Googles Geheimlabor X an einem digitalen Assistenten mit Spracherkennung - an einer Siri-Alternative, Codename Majel.

Majel sei eine Weiterentwicklung von Googles Voice Actions, der eher rudimentären Spracheingabe  für Android-Handys, die Befehle erkennt, aber nicht Umgangssprache wie "Text senden an..." oder "Zum Brandenburger Tor navigieren". Majel soll den Gerüchten nach aus Spracheingaben clevere Anfragen an Googles Suchmaschine stellen und daraus die richtige Antwort ableiten können. Eine Veröffentlichung soll Anfang nächsten Jahres anstehen.

Ein angeblicher Eingeweihter berichtet außerdem, Majel sei "definitiv so gut, wenn nicht besser als Siri." Zum Beispiel, weil man aus verschiedenen Antworten auswählen kann - ganz wie man es von der Google-Suche her kennt. Das "Android and Me"-Blog hat noch viele weitere solcher Meinungen  zusammengesucht - ein wirklich interessanter Text.

Und er lüftet nebenbei auch das kleine Geheimnis um den angeblichen Projektnamen Majel: Der sei ein Hinweis auf Star-Trek-Erfinder Gene Roddenberrys verstorbene Frau Majel - die neben einigen anderen Rollen auch die Stimme des Bordcomputers in "Raumschiff Enterprise: Die nächste Generation" sprach.

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Wohlgemerkt, das sind alles Gerüchte, gestreut von angeblichen Google-Mitarbeitern. Dass Google aber tatsächlich an einer neuen Spracherkennung arbeitet, ist kein Geheimnis. Erst Ende Oktober enthüllte Vincent Nguyen  vom Android-Entwicklungsteam, dass Googles Assistenten-Ansatz eher der Raumschiff-Enterprise-Vision folgt. Statt einer digitalen Assistentin wie Siri, mit der man quasi ein persönliches Gespräch führt, will Google das Betriebssystem Android mit einem Computerohr ausstatten, das ständig auf eine Spracheingabe des Users wartet, Befehle ausführt und nicht im Plauderton (oder gar mit Scherzen?) antwortet. Ein Assistent im Hintergrund statt als Gesprächspartner.

Spiel mit mir, kleiner Drache

Wer ist hier klüger? Das Reptil, das virtuelle Ameisen frisst, oder das Smartphone, das nicht anders kann? Es sind vor allem solche tiefen, tiefen Gedanken, die dieses Video nicht nur erträglich, sondern überhaupt erst begreifbar machen. Prost, Mahlzeit.

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