Fotostrecke

Gizmodos iPhone 4G: Prototyp oder Fake?

Netzwelt-Ticker iPhone-Finder gefunden

Der geschäftstüchtige iPhone-Finder ist enttarnt und gibt sich reumütig - viellicht hätte er den Prototypen des neuen Apple-Handys doch nicht für 5000 Dollar verkaufen sollen. Außerdem im Nachrichtenüberblick: Aigner und Google einigen sich beim Datenschutz, und Adobe kontert Steve Jobs' Kritik.

Nach Recherche hat "Wired" den iPhone-Finder gefunden , der den 4G-Prototypen für 5000 Dollar an Gizmodo verkauft hatte. Der 21-jährige Brian J. Hogan erklärte, er habe das Geld im Glauben angenommen, es ginge dabei um die Vergütung für den exklusiven Zugang für einen Gerätetest. Gizmodo habe im Gegenzug betont, es sei nicht falsch, das Mobiltelefon der Presse zur Verfügung zu stellen. Schon zuvor war Hogan von der Polizei verhört worden, ohne dass jedoch Anklage erhoben wäre. Dennoch gilt er weiter als Verdächtiger für den möglichen Diebstahlsfall iPhone, Einzelheiten würden derzeit noch geprüft.

Hogan ließ durch seinen Anwalt Jeffrey Bornstein mitteilen, er bedauere seinen Fehler, zu wenig getan zu haben, um das iPhone zurückzugeben. "Auch wenn er eine Aufwandsentschädigung von Gizmodo erhalten hat, dachte Brian, dass es dabei um die Rezension des Geräts ging."

Handy

Apple-Telefons

Facebook

Hogan habe anfänglich überhaupt nicht gewusst, was er da eigentlich gefunden hatte, so Bornstein weiter. Erst als er die Hülle vom entfernte, sei ihm klar geworden, dass es sich dabei wohl um die nächste Gerätegeneration des handeln müsse. Zu diesem Zeitpunkt war das iPhone bereits tot, denn nachdem Hogan damit auf eine -Seite gesurft war, hatte sich das Gerät abgeschaltet und blieb danach auch außer Funktion.

Aigner und Google einigen sich bei Datenschutz

Der Internetkonzern Google hat sich mit Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) im Streit über den Datenschutz auf eine Lösung verständigt. Der neue Dienst Google Street View solle in Deutschland erst dann starten, wenn die Widersprüche von Bürgern vollständig umgesetzt seien. Die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten sollten komplett unkenntlich gemacht werden. Google sei auch bereit, Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden mit Unterschriften von Bürgern zu akzeptieren. "Privates muss privat bleiben", sagte Aigner.

dpa

Adobe antwortet auf Steve Jobs' Anti-Flash-Rant

Das war eine volle Breitseite, die Apple-Chef Steve Jobs am Donnerstag gegen Adobes Flash abgefeuert hat. Der Player sei fehlerhaft, PC-orientiert und ein Batteriefresser. Die Antwort von Adobe-Chef Shantanu Narayen  ließ nicht lange auf sich warten, in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" revanchierte er sich in mehreren Punkten für die Jobs-Kritik. So habe Apple offensichtlich Angst vor offenen Formaten und bekämpfe Adobe wegen dessen Unterstützung von plattformunabhängigen Programmen.

Die Kritik von Steve Jobs sei nichts weiter als eine Nebelkerze, Apples Restriktionen stellten vor allem eine Entwicklung zur Unterdrückung dar. Technische Gründe gebe es für diese Haltung ebensowenig, wie Flash die Ursache für Mac-Abstürze sei. Die Verbraucher müssten auch weiterhin frei entscheiden können, welche Technologie sie benutzten, diese Wahlfreiheit gebe zukunftsträchtige Entwicklungen vor. Am Ende hatte Narayen auch den in seinen Augen wahren Grund für Jobs' heftige Kritik an Flash gefunden: "Apple verdient daran nichts, deshalb diese Reaktion."

Instrumentalisiert die Musikindustrie Kinderpornografie für ihre Interessen?

Piratenpartei

Gemeinhin ist der Beobachter der Wirtschaftswelt geneigt, Lobbyisten und Verbandsvertretern keine besonders hohe moralische Schwelle zu bescheinigen, wenn es um die Durchsetzung der jeweiligen Interessen geht. Aber was der Europaabgeordnete der Christian Engström jetzt in seinem Blog  schreibt, sprengt den Rahmen dieser Einschätzung bei weitem. Die IFPI, der Musik-Interessenverband, habe zur Durchsetzung seiner Interessen ganz bewusst auf den Begriff Kinderpornografie gesetzt. Mit diesem hochemotional besetzten Thema sei es viel leichter, Netzsperren durchzusetzen, die aber in Wahrheit auch und vor allem auf missliebige Tauschbörsenseiten angewandt werden sollten. Erstmals sei dieses Konzept auf einer Veranstaltung der amerikanischen Handelskammer in Stockholm verkündet worden, auf der auch Engström nach eigener Aussage anwesend war.

Filesharing

"Kinderpornografie ist großartig", habe der dänische Musikindustrie-Lobbyist Johan Schlüter damals vom Podium herab erklärt. "Das ist so, weil Politiker Kinderpornografie verstehen. Indem wir diese Karte spielen, bekommen wir sie dazu, zu handeln und Web-Seiten zu blockieren. Wenn wir das geschafft haben, werden sie auch bereit sein, -Sites zu sperren."

Auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE erklärte Schlüter, er habe in Stockholm lediglich auf die bereits existierenden Möglichkeiten zur Sperrung von Kinderpornografie hingewiesen und den Umstand, dass auch die Sperrung von Piratenseiten technisch kein Problem sei. "Ich habe vier Kinder und sieben Enkel, ich saß 15 Jahre im Vorstand des dänischen Kinderschutzbundes. Glauben Sie, es ist wahrscheinlich, dass ich Sympathie für Kinderpornografie ausdrücken würde?"

Firmware-Update fürs Kindle

Amazons Elektro-Buch Kindle 2 bekommt ein Firmware-Update  spendiert. Damit dockt der E-Reader an Social Networks an, denn nun gibt es eine Schnittstelle zu Twitter und Facebook. Leser können jetzt interessante Passagen direkt aus dem Buch heraus mit anderen teilen. Außerdem bietet der Kindle nun auch PDF-Zoom an, endlich kann die Ansicht vergrößert werden. Für Freunde der Ordnung ist die Möglichkeit gedacht, den Buchbestand in verschieden Kollektionen zu sortieren. Ein Passwortschutz sichert das Gerät, wenn es gerade nicht benutzt wird.

Besitzer des E-Readers müssen sich nicht extra darum bemühen, um diese Aktualisierung aufzuspielen. Das Update kommt vollautomatisch Ende Mai, weiß "Mashable".

Ärger mit Avatar

Ein Firmware-Update benötigen die Besitzer vieler Blu-ray-Player. Ansonsten präsentiert sich beim Versuch, James Camerons Blockbuster "Avatar" anzuschauen, lediglich ein schwarzer Bildschirm. Der Grund: 20th Century Fox hat beim Kopierschutz des Guten wohl ein wenig zu viel getan, die Silberscheiben sind nämlich mit einer aufgerüsteten Version der Kopiersperre BD+ ausgestattet. Dabei stellt diese Sicherungsmaßnahme gleich einen doppelten Fehlschlag dar. Zum einen kursierten schon bald nach dem Kinostart zahlreiche illegale HD-Kopien im Netz. Andererseits stößt Centfox etliche ehrliche Kunden vor den Kopf, die für 20 Euro Kaufpreis eigentlich ungestörten Filmgenuss erwarten. Und wer einen Blu-Ray-Player von Samsung sein Eigen nennt, wird darauf noch ein gutes Weilchen warten müssen, denn das entsprechende Update  sei noch gar nicht verfügbar, meldet "Gulli".

Der Steve-Jobs-E-Mail-Antwort-Generator

Seit einiger Zeit erfreut Steve Jobs die Jüngergemeinde wieder mit der Bereitschaft, auf an ihn gerichtete E-Mails zu antworten. Dabei ist der Bescheid aus Mountain View zumeist von lakonischer Dürre. Und wer keine Antwort erhält, dem wird auch geholfen. Die Witzbolde von "Geekculture" haben einen Wort-Generator fürs Handy  ins Netz gestellt: "Bewunderst du Steve Jobs' Fähigkeit für kurze und prägnante E-Mail-Antworten?" steht am Anfang, dann folgen mehrere Eingabefelder, mit denen der Apple-Fan (oder -Hasser) seine Fragen und eine der möglichen Antworten des Meisters auswählen kann. Die reichen von einem trockenen "Nö" bis zu "Ich werde Feuer und Schwefel auf dich herabregnen lassen!".

Auch das noch:

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.