Netzwelt-Ticker Keine Chance für obama.xxx

Die Verwaltung der neuen Porno-Domains will den virtuellen Rotlichtbezirk ordnen: Tausende sensible Namen wurden aus dem Angebot genommen. Außerdem im Überblick: Australisches Gericht hebt Galaxy-Sperre auf, und Eric Schmidt prophezeit Google TV den ganz großen Durchbruch schon Mitte 2012.

Werbung für xxx-Domains:

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Von Carolin Neumann


In dieser Woche fiel der Startschuss zum Verkauf der neuen Domains mit der Endung ".xxx". Wer jedoch glaubte, sein schlüpfriges Geschäftsmodell mit einer prominenten Adresse befördern zu können, der irrte: Die US-Registrierungsfirma ICM hat präventiv mehrere Tausend URLs mit Namen von öffentlichen Personen wie Politikern und Prominenten sowie Unternehmen entfernt, berichtet der "Sydney Morning Herald". Eine Domain wie beispielsweise obama.xxx wird es also nicht geben.

Von mehr als 100.000 bereits verkauften Domain-Namen hatte ICM zum Start am Dienstag gesprochen. Während der Voranmeldephase waren dem Bericht zufolge bereits Zehntausende der ".xxx"-Adressen von Prominenten oder großen Unternehmen registriert worden, die sicherstellen wollten, dass ihr Markenname nicht zweckentfremdet werden würde.

Samsung darf Galaxy-Geräte in Australien verkaufen

Ein weiterer Etappensieg für Samsung in der Patentauseinandersetzung mit Apple: Nachdem die Südkoreaner schon in den USA grünes Licht für den Verkauf mehrerer strittiger Geräte bekommen hatten, hob nun auch ein australisches Gericht das Verbot auf. Der High Court, die höchste Berufungsinstanz des Landes, entschied laut der Nachrichtenagentur Reuters, Apples Vorwürfe nicht weiter zu verfolgen. Der iPhone-Hersteller wirft Samsung unter anderem vor, mit dem Tablet-PC Galaxy Tab das Patent auf die Multitouch-Technologie der berührungsempfindlichen Bildschirme zu verletzen. In mehreren Ländern weltweit liefern sich die beiden Unternehmen darüber einen erbitterten Rechtsstreit.

Schmidt verspricht großes Google-TV-Comeback

Googles Versuche, Fernsehen und Internet zu verschmelzen, werden von vielen noch belächelt, allein schon deshalb, weil das primäre Produkt dieser Bemühungen, Google TV, bislang keinen einschlagenden Erfolg vorweisen konnte. Doch der Durchbruch steht laut Verwaltungsratschef Eric Schmidt bevor. Beim Internetkongresses Le Web in Paris sagte er in dieser Woche: "Im Sommer 2012 wird die Mehrheit der Fernsehgeräte in den Läden Google TV integriert haben."

Schmidt ließ offen, auf welchen Markt er sich dabei bezieht. Vor allem aber verriet er nicht, wie Google TV dieser Durchbruch gelingen soll. Wie "AllThingsD" hinweist, bräuchte es dafür Vereinbarungen mit mehreren großen Produktherstellern, die jedoch zum Teil bereits eigene Pläne hegten. "Entweder weiß Schmidt etwas, das wir nicht wissen oder er redet Unsinn", schreibt das Blog. Wer die überzeugte Ankündigung selbst hören und sehen will: Das Interview gibt es bei YouTube, ab der 39. Minute spricht Schmidt über Google TV.

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