Netzwelt-Ticker Samsung will Apples Tablet-Schutz löschen lassen

Apple soll das europäische Geschmacksmuster fürs iPad-Design verlieren - Konkurrent Samsung will den Design-Schutz löschen lassen. Außerdem im Nachrichten-Überblick: Ein Test schreibt Microsoft die schnellsten Cloud-Computing-Rechenzentren der Branche zu.

Von Carolin Neumann


Samsung will Apples europäisches Geschmacksmuster für das iPad löschen lassen. Ein Sprecher des Konzerns sagte der " Korea Times", man habe schon im August einen entsprechenden Antrag beim europäischen Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt eingereicht. Samsungs Begründung für den Antrag: "Apple behauptet, das Design des iPads sei allein ihre Entwicklung, dabei existieren solche Designs schon lange vor dem iPad."

Apple hatte sich im Jahr 2004 Design-Elemente eines Tablet-Computers in Europa als sogenanntes Geschmacksmuster schützen lassen. Im September entschied das Düsseldorfer Landgericht, Samsung dürfe Tablet-Computer mit bestimmten Merkmalen, wie das Galaxy Tab 10.1, vorerst nicht in Deutschland verkaufen, weil es den von Apple 2004 hinterlegten Abbildungen des Geschmacksmusters zu ähnlich sieht. Auch in Australien konnte Samsung das Gerät bisher nicht auf den Markt bringen. (lis/dpa)

Microsofts Cloud ist die schnellste - manchmal

Welche Cloud reagiert am schnellsten? Aus einem weltweiten Performance-Test des Software-Unternehmens Compuware ist der Windows-Dienst Azure als Sieger hervorgegangen. Im Zeitraum von August 2010 bis Juli 2011 reagierten die Microsoft-Server im Durchschnitt zügiger als die von Google App Engine, Rackspace oder Amazon. Ein wichtiges Detail: Microsoft ist ein Kunde von Compuware, hat den Cloud-Vergleich aber nicht in Auftrag gegeben.

Die Daten wurden mit dem Tool Global Provider View erhoben, das als Teil der Compuware-Community CloudSleuth Leistung und etwaige Engpässe von Cloud-Computing-Verbindungen misst. Dafür schicken die Tester alle 15 Minuten und von 30 verschiedenen Standorten weltweit mit einer bestimmten Anwendung eine Anfrage an die Server. In der Regel sind nur die Daten von bis zu 30 Tage abrufbar, in diesem Beitrag im offiziellen CloudSleuth-Blog werden die Datensätze des letzten Jahres zur Analyse offengelegt.

Daten von insgesamt 25 Rechenzentren wurden für diese Auflistung berücksichtigt, fast alle Server gehören US-Unternehmen, auch wenn sie zum Teil in anderen Ländern stehen. "ArsTechnica" verweist deshalb auf starke regionale Unterschiede, die das Ranking letztlich weniger aussagekräftig machen.

Zudem geht hier um - in den meisten Fällen jedenfalls - Bruchteile einer Sekunde. So brauchten Microsofts Sieger-Server im US-Bundesstaat Illinois im fraglichen Zeitraum durchschnittlich 6,072 Sekunden, um auf die Testanfrage zu reagieren; bei Google App Engine waren es 6,445 Sekunden, auch bei den direkten Verfolgern stand eine 6 vor dem Komma. Deutlicher werden die Unterschiede erst im Vergleich zu Servern außerhalb der USA. Amazons EC2-Zentrum in Irland etwa, das kürzlich auch nach einem Blitzeinschlag längere Zeit ausfiel, brauchte im Durchschnitt 11,724 Sekunden. Am langsamsten reagierten mehrere Server im asiatischen Raum.

Sony will angeblich Handy-Sparte von Sony Ericsson zurückkaufen

Der japanische Elektronikkonzern Sony will offenbar die Mobiltelefon-Sparte von dem Joint Venture Sony Ericsson komplett übernehmen. Das "Wall Street Journal" berichtet, Sony wolle den 50-Prozent-Anteil des schwedischen Partners Ericsson kaufen. Der Preis könne eine Milliarde Euro übersteigen, aber eine Einigung sei noch nicht sicher.

Dem Bericht zufolge plant Sony, die Herstellung von Smartphones und Tablet-Computern mit dem bisherigen Angebot an Spielkonsolen und Computern zu verbinden und dadurch Kosten zu sparen. Gleichzeitig solle der Anschluss an die Konkurrenz Apple und Samsung gelingen. Sony wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen. Das japanisch-schwedische Joint Venture Sony Ericsson besteht seit 2001 und beschäftigt weltweit 7600 Mitarbeiter. (lis/AFP)

Keine Filesharer-Verurteilung ohne gründliche Beweisaufnahme

Deutsche Gerichte müssen bei Filesharing-Prozessen die Beweise der Beklagten besser prüfen. Unter anderem Golem berichtet, dass das Oberlandesgericht Frankfurt am Main zu dieser Schlussfolgerung gekommen ist. Im strittigen Fall hatte das Landgericht zugunsten der Rechteinhaber entschieden. Das Alibi des Beschuldigten - er war nach eigenen Angaben zum fraglichen Zeitpunkt außer Haus und der Computer ausgeschaltet - war nicht geprüft worden. In der Berufungsverhandlung einigten sich die Parteien schließlich außergerichtlich.

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Lexington67 08.10.2011
1. ...
Zitat von sysopApple*soll*das europäische Geschmacksmuster fürs iPad-Design verlieren - Konkurrent Samsung will den Design-Schutz löschen lassen. Außerdem*im Nachrichten-Überblick:*Ein Test schreibt Microsoft die schnellsten*Cloud-Computing-Rechenzentren der Branche zu. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,790453,00.html
Richtig so... Ich habe Bilderrahmen, Spiegel und Tabletts in vergleichbarem Design schon vor 20 Jahren gesehen. Das iPad ist ein vergleichsweise schlichter Alurahmen mit nem Glaseinsatz, ich sehe nicht was daran besonders schützenswert sein kann (Schöpfungshöhe!). Da kann man genauso gut das Design eines rechteckigen rahmenlosen Badezimmerspiegels schützen, das dient eher dazu den Konkurrenten den Zugang zum Markt unmöglich zu machen.
bluemetal 08.10.2011
2. Dann...
ja genau, und mit diesem Bilderrahmen haben sie dann unterwegs im Internet gesurft, nicht wahr ;) Das hier klärt sie auf wer's erfunden hat: http://osxdaily.com/2011/08/18/tablet-design-before-after-the-ipad/
sacridex 08.10.2011
3. Trollolololl
Zitat von bluemetalja genau, und mit diesem Bilderrahmen haben sie dann unterwegs im Internet gesurft, nicht wahr ;) Das hier klärt sie auf wer's erfunden hat: http://osxdaily.com/2011/08/18/tablet-design-before-after-the-ipad/
Troll Alarm!!111elf Compaq TC1000 (http://www.netbooknews.de/wp-content/uploads/compaq.jpg) Das war 2003, ein Jahr vor dem Geschmacksmuster.
kein_gut_mensch 08.10.2011
4. Schöne ...
Zitat von bluemetalja genau, und mit diesem Bilderrahmen haben sie dann unterwegs im Internet gesurft, nicht wahr ;) Das hier klärt sie auf wer's erfunden hat: http://osxdaily.com/2011/08/18/tablet-design-before-after-the-ipad/
... AppleFansite ;-) Das Menschen immer versuchen Argumente für was zu bekommen inden sie die Propagandamaschine des jenigen benutzen den sie unterstützen wollen. Der iMac oder das iBook z.B. hatten ein ungewöhnliches Design das duchaus schützenswert war. Aber das ... iPad ... nicht wirklich. Das ist ein Rechteck mit schwarzem Rahmen und die gabs vorher schon en Masse. Aber man kann noch nict mal Apple die Schuld geben sondern eher den Beamten die sowas genehmigen. Das ist das unglaubliche.
bluemetal 08.10.2011
5. Ja
Zitat von sacridexTroll Alarm!!111elf Compaq TC1000 (http://www.netbooknews.de/wp-content/uploads/compaq.jpg) Das war 2003, ein Jahr vor dem Geschmacksmuster.
Ja, sie haben recht, 1,4 Kilo Gewicht, Windows XP und Bedienung mittels eines Stiftes zum Preis von lächerlichen 2.400,-€ (!) und einer Laufzeit von 3 Stunden. Ich muss zugeben, Comaq ist ohne Zweifel der Urvater des iPads ;) Achtung: Ironie (Sie Ober-Troll)
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