Netzwelt-Ticker Windows 7 gibt's ab Oktober

Microsoft zieht sein neues Betriebssystem vor und kommt damit rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, T-Mobile lässt Skype & Co. gegen Geld in seine Netze und in San Francisco gibt es jetzt Bürger-Twittern. Das und mehr im Überblick.

Computerfans sowieso und auch diejenigen, die nicht so fit mit ihrem Rechner sind, sollten sich für die Herbstferien nichts vornehmen: Am 22. Oktober veröffentlicht Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 7. Ab diesem Tag werden die ersten PC mit dem vorinstalliertem Vista-Nachfolger auf den Markt kommen. Schon ab Juli wird es den PC-Herstellern zur Verfügung stehen, damit sie zur Fertigung auch die benötigte Vorlaufzeit haben. Wie schon früher in ähnlichen Fällen gibt es auch jetzt beim Kauf eines neuen PC mit Windows Vista die Option, kostenlos ein Upgrade auf Windows 7 vorzunehmen .

Die Redmonder versprechen einen problemlosen Umstieg von Vista auf das neue Flaggschiff. Alle bisher genutzten Geräte, Anwendungen und Treiber sollen auch weiterhin funktionieren. Das gestaffelte System mehrerer Versionen behält Microsoft bei, wie schon bei Vista gibt es für Privatanwender die Auswahl zwischen Home Basic und Home Premium. In direkte Konkurrenz zu Linux tritt man im Bereich der Netbooks, hier soll eine verschlankte Starter Edition zum Einsatz kommen, die für rechenschwächere Mobilgeräte konzipiert wurde. das Komplettpaket wird erneut unter der Bezeichnung "Ultimate Edition" angeboten.

Darüber, welche Preise für die verschiedenen Windows-7-Varianten zu zahlen sein werden, schweigt sich der Konzern weiter aus.

T-Mobile demnächst mit VoIP-Tarif

Mit Händen und Füßen haben sich die Verantwortlichen des rosa Riesen gegen die kostenlose Internet-Telefonie gewehrt, jetzt geben sie klein bei. T-Mobile wird ab dem Sommer eine neue Tarifoption einführen, die Kundschaft darf dann zu Preisen ab 9,95 Euro pro Monat die Vorteile von Skype & Co. ausnutzen . Damit markieren die Bonner Mobilfunker eine Kehrtwende, nachdem sie noch vor wenigen Monaten Skype fürs iPhone blockierten und zur Begründung mögliche Netzüberlastungen und schlechte Sprachqualität anführten. Für die Kunden ist einer der Hauptvorteile der Web-Telefonie der Preisvorteil, denn VoIP-Gespräche sind teilweise kostenlos.

Das T-Mobile-Angebot wird sich wohl nur für Vieltelefonierer lohnen. Schon zuvor hatte Konkurrent Vodafone ein ähnliches Tarifangebot angekündigt, nachdem Streitigkeiten mit Handy-Hersteller Nokia wegen neuer Geräte mit vorinstalliertem Skype beigelegt worden waren.

San Francisco stellt Bürgertelefon auf Twitter um

Das ist doch endlich mal ein vernünftiges Konzept zur Nutzung des Zwitscherdienstes Twitter: Anstatt die Umwelt mit alltäglichen Belanglosigkeiten vollzumüllen, können die Bürger von San Francisco aktiv etwas fürs Gemeinwohl tun. Die kalifornische Millionenstadt hat ihre Bürgertelefonnummer 311 gewissermaßen an Twitter angedockt. Unter @sf311 können die Einwohner rund um die Uhr Mitteilungen an die Stadtverwaltung senden, um zum Beispiel auf Mängel wie Schlaglöcher oder wilde Müllkippen hinzuweisen .

Twitter

Natürlich können auch Fragen gestellt werden. Dabei soll jede einzelne auch tatsächlich beantwortet werden. San Francisco ist die erste Großstadt, die den Microblogging-Dienst für derartige kommunale Zwecke nutzt. Für die Bürger ergibt sich durch den neuen Dienst eine ganze Reihe von Bequemlichkeiten. Abgesehen von der Möglichkeit, Dateianhänge wie Bilder mit zu versenden, dürfte auch die Zeitnähe ein großer Pluspunkt sein.

YouTube XL macht sich fit fürs Fernsehen

Schritt für Schritt geht das Filmportal YouTube den Weg zu immer hochqualitativerem Videomaterial. Die Zeiten der Wackelfilmchen im Briefmarkenformat sind endgültig vorbei, jetzt ist Fernsehen statt Mäusekino angesagt. Dafür gibt es einen neuen Dienst namens YouTube XL, auf dem die besten und populärsten Clips fürs Fernsehen aufbereitet werden. Die Riesenversion tritt deutlich aufgeräumter auf als die herkömmliche YouTube-Seite und überfordert damit auch technikferne Couch Potatoes nicht . Einige wenige Schaltflächen und ein Videofenster, das war's schon. Navigationsleiste, Kommentarfunktion, alles wurde abgespeckt, um eine möglichst einfache Bedienbarkeit zu erreichen.

Silberjubiläum: Happy Birthday, Tetris!

Generationen haben sich die Zeit im Büro oder in der Warteschlange mit Tetris vertrieben, jetzt werden die bunten Klötzchen 25 Jahre alt: Mitten im kalten Krieg dachte sich der russische Programmierer Alexei Paschitnow den Zeitvertreib aus, der seither seinen Siegeszug um die Welt antrat und bis heute selbst von den ausgefeiltesten Spielen nicht ausgestochen werden konnte.

Moderat erneuert und seit über zehn Jahren auch in 3D verfügbar, faszinieren die bunten, fallenden Steinchen bis heute und fehlen auf kaum einem Handy oder Computer. Seit der ersten spielbaren Version, die Paschitnow am 6. Juni 1984 vollendete, wurde Tetris über 125 Millionen Mal verkauft. Und der Erfolg hält an, wie "Reuters" zu berichten weiß: Seit Unterhaltungselektroniker Apple im Juli letzten Jahres Tetris ins Angebot seines App Store aufgenommen hat, gehört es zu den zehn meistverkauften Spielen .

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