Neue Pläne Sony plant offene Musikplattform

Richtungswechsel bei Sony: Statt weiter auf geschlossene Systeme zu setzen, macht sich der Konzern jetzt für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Online-Musikshops und Geräten verschiedener Hersteller stark. Musik ohne Kopierschutz will man aber auch zukünftig nicht verkaufen.


Der Musikkonzern Sony BMG arbeitet an einer Internet-Musik-Plattform, die offen für Konkurrenten sein soll. Durch diesen neuen Dienst sollen deutlich mehr Nutzer zum Kauf von Musik über das Internet oder Handys gewonnen werden als bisher.

MP3-Player: Sony BMG will die Zusammenarbeit zwischen Musikanbietern und Geräteherstellern verbessern

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Sonys aktueller Online-Plattenladen "Connect" dümpelt weit hinter der Konkurrenz von Musicload und iTunes unter ferner liefen. Ziel des neuen Dienstes müsse es sein, die fehlende Interoperabilität von Geräten und Web-Musikdiensten zu beenden, sagte Sony-BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz der "Financial Times Deutschland". Damit erteilt er gleichermaßen Apple einen Hieb, die auf ihrem iPod-Musikplayer nur das Abspielen von Kaufmusik aus dem Apple-eigenen Onlineshop iTunes, sowie nicht kopiergeschützter Musik erlauben. Songs aus dem Connect-Angebot etwa, sind auf dem Apple-Player nicht abspielbar.

Ein Grund für die mangelnde Kompatibilität zwischen den Plattformen verschiedener Hersteller, ist unterschiedliche Software für die Rechteverwaltung der Musik, das so genannte Digital Rights Management (DRM). Ein Vorgehen wie das des Konkurrenten EMI, der Lieder seit kurzem ohne DRM verkauft, schloss der Sony-BMG-Chef aber aus: "Ich bin im Moment absolut nicht bereit, DRM aufzugeben", sagte Schmidt-Holtz.

Darüber hinaus plant Sony BMG den Einstieg in das Musikverlagsgeschäft. Der weltweit zweitgrößte Musikkonzern knüpft damit an das Geschäftsmodell vor der Fusion von Sony Music und BMG im Jahr 2004 an. Zudem versucht Schmidt-Holtz auf diese Weise die kartellrechtlich erzwungene Trennung vom lukrativen Verlagsgeschäft rückgängig zu machen. Investitionen in größere Verlage seien möglich gab der Sony-Manager an und sagte: "Wir werden alles tun, um in das Verlagsgeschäft zurückzukommen".

mak/ddp



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