Neue Version 3.5 Firefox wird erwachsen

Schneller, bunter, privater: Im neuen Firefox 3.5 stecken Tausende Änderungen und Verbesserungen. Für Anwender sind glücklicherweise nicht alle davon wichtig. SPIEGEL ONLINE hat getestet, ob sich das Update lohnt.

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Ab Dienstagnachmittag steht der Web-Browser Firefox 3.5 zum Herunterladen bereit. Mit der neuen Version hat Mozilla gleich vier Versionsnummern übersprungen. Von Vorgänger Firefox 3.0.11 geht es direkt zu Version 3.5. Den drastischen Versionssprung erklärt Mozilla-Europa-Chef Tristan Nito im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE schlicht damit, dass man 5000 Änderungen, Verbesserungen und neue Funktionen in den Web-Browser eingebaut habe. Die Anregungen für die meisten davon kamen direkt aus der Web-Community. Mozilla höre eben sehr genau darauf, was die Anwender sich wünschen.

Firefox 3.5: Mehr als 5000 Änderungen und Verbesserungen

Firefox 3.5: Mehr als 5000 Änderungen und Verbesserungen

Wenn das so stimmt, dann stand eine Verbesserung der Geschwindigkeit ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Zahlreiche Internet-Anwendungen machen heutzutage intensiv Gebrauch von Javascript, weshalb man gerade diesen Punkt in Firefox 3.5 optimierte. Der neue Browser ist der schnellste Firefox bisher, wenn auch nicht der schnellste Browser überhaupt, denn Geschwindigkeit können andere immer noch besser.

Und auch der Wahrung der Privatsphäre widmete man reichlich Aufmerksamkeit. Im privaten Modus könne man beispielsweise unbesorgt nach einen Verlobungsring für die Lebenspartnerin suchen, ohne dass diese danach irgendwelche Hinweise auf den heimlichen Online-Einkauf finden würde. Ein schönes Beispiel, plakativer wäre ein profanes: Man kann damit natürlich auch einfach nach Pornos im Web forschen, ohne damit virtuell vor der Ehefrau die Hosen herunterzulassen.

Vor allem aber haben die Mozilla-Entwickler dem neuen Firefox etliche neue Funktionen verpasst, die es Web-Designern leichter machen, schöne und multimediale Web-Seiten zu entwickeln. Darunter etwa ladbare Schriften und eingebettete Videos, die ohne Flash oder ähnliches laufen (HTML 5 macht's möglich).

Ein "Upgrade für das Internet" ist der neue Firefox damit zwar noch nicht, immerhin aber doch ein ordentlicher Schritt voran für viele bislang brachliegende offene Standards, die mit der Integration in den neuen Browser jetzt einer kritischen Masse Web-Usern nutzbar gemacht werden. Schließlich verwenden laut Mozilla derzeit mehr als 300 Millionen Web-Surfer den Mozilla-Browser, um das Web zu durchstöbern.

Mehr Speed, mehr Privatsphäre, mehr Funktionen - auf den folgenden Seiten sehen Sie die wichtigsten Neuerungen von Firefox 3.5 im Überblick:

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