Medienbericht FBI untersucht Hackerangriffe auf "New York Times"-Reporter

Laut CNN haben Hacker Mitarbeiter der "New York Times" und anderer US-Medien ins Visier genommen. Demnach waren die Angriffe Teil einer größer angelegten Cyberattacke aus Russland.
"New York Times"-Redaktion in New York

"New York Times"-Redaktion in New York

Foto: © ERIC THAYER / Reuters/ REUTERS

Das FBI untersucht nach CNN-Informationen  einen mutmaßlichen russischen Hackerangriff auf Reporter der "New York Times" (NYT) und andere US-Medienunternehmen. Der Nachrichtensender beruft sich dabei auf Informationen aus Regierungskreisen. Auch die Nachrichtenagentur AP berichtet über die Ermittlungen des FBI und verweist dabei auf Behördenangaben. Demnach ist noch unklar, wie viele Journalisten betroffen sind.

Die amerikanische Bundespolizei und Sicherheitskreise sehen laut CNN den russischen Geheimdienst als Urheber der Angriffe in den vergangenen Monaten. Die NYT habe Privatdetektive beauftragt, um den Vorfall gemeinsam mit Behördenvertretern zu analysieren.

Eine Sprecherin der Zeitung wollte das zunächst nicht bestätigen: Man sei sich der Möglichkeit ständiger Angriffsversuche bewusst, sagte Eileen Murphy zu CNN, könne etwaige aktuelle Angriffe aber nicht kommentieren. Wenig später erklärte Murphy dann, das Büro der NYT in Moskau sei im August einer Cyberattacke ausgesetzt gewesen. Es gebe allerdings keine Anzeichen dafür, dass der Angriff erfolgreich gewesen sei.

Bei CNN heißt es weiter, amerikanische Sicherheitskreise hielten die Angriffe für Teil einer größer angelegten russischen Cyberattacke. Ziel seien neben Medienunternehmen auch Nichtregierungsorganisationen. Von Interesse seien diese Daten, weil sowohl Reporter als auch Nichtregierungsorganisationen wertvolle Verbindungen in die US-Politik hätten.

Zuletzt hatte ein groß angelegter Cyberangriff auf die US-Demokraten für Aufsehen gesorgt, hinter dem ebenfalls Russland vermutet wird.

aar/dpa/Reuters/AP
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