Erfolgreiches Yoga-Model So geht nackt auf Instagram


Nacktfotos haben auf Instagram keine Chance? Das stimmt nicht unbedingt. Ein Account namens Nude_Yogagirl sammelt mit Schwarzweiß-Aufnahmen Zehntausende Follower. Jetzt hat die anonyme Netzberühmtheit ihr erstes Interview gegeben.

Ruft man das Instagram-Profil des Nude_Yogagirl auf, wundert man sich vielleicht, dass der Account überhaupt bestehen kann. Schließlich handelt es sich bei Instagram um ein soziales Netzwerk, bei dem immer wieder Fotos mit zu viel nackter Haut gesperrt werden.

"Wir wissen, dass es sein kann, dass Personen Bilder von Nacktheit als künstlerische oder kreative Darstellungsform teilen möchten", heißt es in den Community-Richtlinien. "Aus verschiedenen Gründen ist die Darstellung von Nacktheit auf Instagram jedoch nicht zulässig. Das gilt auch für Fotos, Videos und einige digital erstellten Inhalte, auf denen Geschlechtsverkehr, Genitalien und Nahaufnahmen nackter Gesäße zu sehen sind."

Dem Nude_Yogagirl scheinen diese Regeln bislang aber keinen Ärger einzubringen: Auf den stilvoll wirkenden Aufnahmen verdreht die Protagonistin ihren Körper meistens so, dass ihre Brüste nicht zu sehen sind, zudem helfen oft Schatten, die Geschlechtsorgane zu verbergen. Das Model ist also nackt, aber trotzdem weit davon entfernt, alles von sich zu zeigen. Ein Ansatz, mit dem Instagram offenbar leben kann.

Obwohl das Yoga-Girl immerhin bereits 33.000 Follower hat, weiß man bisher kaum etwas über sie. Nun beantwortete sie dem Magazin "The Cut" erstmals Fragen.

Als Kommunikationsweg mit den Followern dienen dem Model demnach die Bildunterschriften, die Alltagsweisheiten enthalten wie "Yoga ändert nicht nur die Art, wie wir Dinge sehen. Es verändert die Person, die sieht." Im Kern sind es Sprüche, die dazu anregen, mit dem eigenen Körper zufrieden zu sein. Nach den Anschlägen von Paris widmete das Model seinen französischen Followern eine spezielle Eiffelturm-Pose.

Die Sportlerin, deren echter Namen nicht bekannt ist, sagte "The Cut", seit diesem Jahr mache sie täglich Yoga: "Yoga hat mich gelehrt, dass die wichtigste Frage ist, wie ich mich fühle - nicht, wie ich von außen wirke." Mit dem Fotografieren habe sie vor dreieinhalb Jahren angefangen. Die Bildbearbeitungssoftware Photoshop nutze sie ausschließlich, um die Brustwarzen unkenntlich zu machen. Die Fotos bereite sie selbst vor, den Auslöser drücke ihr Freund.

mbö



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5 Leserkommentare
_gimli_ 10.12.2015
noalk 10.12.2015
geile.gretel 10.12.2015
suppenkoch 11.12.2015
icke0816 12.12.2015

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