W-Lan-Passwort Router-Sicherheitslücke gefährdet Hunderttausende O2-Kunden

Rund 500.000 O2-Kunden sollten dringend ihr W-Lan-Passwort ändern. Die vom Anbieter voreingestellten Netzwerkschlüssel basieren auf einem unsicheren Verfahren und sind für Eindringlinge leicht zu knacken. Angreifer könnten den Datenverkehr manipulieren oder Daten abgreifen.
W-Lan-Router von O2: Sicherheitslücke bei DSL-Kunden

W-Lan-Router von O2: Sicherheitslücke bei DSL-Kunden

Der Telekommunikationsanbieter O2 empfiehlt seinen DSL-Kunden aufgrund eines Sicherheitsproblems umgehend ihr W-Lan-Passwort zu ändern. Betroffen seien Geräte mit den Bezeichnungen 6431, 4421 und 1421, die derzeit von O2 und zuvor von Alice ausgeliefert worden sind.

Wie "Heise Online" meldet , wurde der voreingestellte WPA2-Schlüssel mit einem unsicheren Verfahren erstellt und kann binnen weniger Minuten geknackt werden. Ist dies erledigt, könnten sich Angreifer ins Heimnetz einklinken, den Datenverkehr abgreifen oder manipulieren und auf dort gespeicherte Daten zugreifen.

Rund eine halbe Million Nutzer sollen betroffen sein. O2 teilte mit, seine Kunden seit Dienstagnachmittag nach und nach per E-Mail über das Sicherheitsleck zu informieren und sie zur Änderung des Passworts aufzufordern.

Daneben hat das Unternehmen eine Info-Seite eingerichtet . Dort wird kurz auf das Problem hingewiesen und ein Link zu einer Anleitung  für die Änderung des Netzwerkschlüssels angegeben. Dort wird der Nutzer schrittweise durch die nötigen Einstellungen des Routers geführt. Alternativ können sich O2-Kunden auch Hilfe bei einer Hotline holen.

Außerdem arbeite das Unternehmen an einer aktualisierten Router-Firmware, die O2-Kunden zur Änderung des Passworts auffordert, so "Heise" weiter. Das Router-Modell 6431 werde künftig mit einem nach dem Zufallsprinzip generierten WPA-Schlüssel ausgeliefert. Die Geräte 1421 und 4421 würden nicht mehr hergestellt.

meu
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