Online-Publishing "New York Times "will Geld für Artikel nehmen

Das Online-Angebot der "New York Times" wird kostenpflichtig - zumindest teilweise. Für spezielle Artikel sollen Internet-Leser ab September bezahlen müssen. Bislang war fürs aktuelle Angebot nur eine kostenlose Registrierung erforderlich.

Sie wirbt sich mit ihrem Online-Angebot die eigenen Anzeigenkunden ab, gleichzeitig wird die Web-Ausgabe der "New York Times" ständig populärer. Nun ändert man den Kurs, und will auch am Angebot im Netz verdienen. Ab September will sich das Blatt für den "TimesSelect"-Dienst jährlich eine Abonnement-Gebühr von 49,95 Dollar bezahlen lassen. Dies gab die "New York Times" am Montag bekannt. Geld kosten wird dann der Zugang zu Berichten mehrerer bekannter Kolumnisten und Journalisten der Zeitung.

Gleichzeitig bekommen die Nutzer für ihre Abo-Gebühren kostenlosen Zugang zum elektronischen Archiv der Zeitung. Bisher kostete jeder Zugriff 2,95 Dollar, falls ein gesuchter Artikel älter als sieben Tage war.

Der Großeil der Berichte und Meldungen in der Onlineausgabe der "New York Times" bleibt somit kostenfrei. Für Abonnenten der Druckausgabe ist auch der neue Dienst gratis. Die Zeitung folgt damit dem Trend zu mehr kostenpflichten Inhalten im Internet. Beim "Wall Street Journal" kostet der Onlinedienst jährlich 79 Dollar. Abonnenten der Druckausgabe der Wirtschaftszeitung zahlen 39 Dollar.