Software für Bezahlterminals Hacker greifen Oracle an

Hacker haben offenbar den Softwarekonzern Oracle attackiert. Hunderte Firmenrechner sollen betroffen sein. Oracle bietet Bezahlterminals an, die Hunderttausende Restaurants und Geschäfte nutzen.
Oracle-Campus

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Foto: ROBERT GALBRAITH/ REUTERS

Hacker haben es anscheinend auf Daten abgesehen, die mit den Abrechnungssystemen der Oracle-Tochter Micros Systems in Zusammenhang stehen.

Oracle teilte am Montag in einem Kundenbrief mit, er habe in einigen Micros-Softwaresystemen einen Virus entdeckt und "sich darum gekümmert". Micros-Kunden wurden aufgefordert, ihr Passwort für das Support-Portal zurückzusetzen.

Oracle hatte Micros vor zwei Jahren für umgerechnet 4,7 Milliarden Euro gekauft - damals wurde die Software der Firma in mehr als 330.000 Hotels, Restaurants und Geschäften in 180 Ländern genutzt. Laut "Fortune"  setzen unter anderem Firmen wie Burger King, die Hilton-Hotelkette und Ikea auf das System.

Oracle teilte keine Einzelheiten zu dem Hackerangriff mit. Der renommierte Experte Brian Krebs schreibt bei "Krebs on Security " aber, hinter der Attacke könne eine russische Kriminellenorganisation stehen, die berüchtigt dafür sei, Banken und Geschäfte zu hacken. Zwei Insidern zufolge soll das Kundenportal mit einem Server kommuniziert haben, den auch die sogenannte Carbanak-Gang nutzt.

Bei Oracle scheinen Hunderte Computer von der Attacke betroffen zu sein, schreibt Krebs. Einer seiner Quellen zufolge habe die Attacke damit begonnen, dass ein einzelner Rechner in Oracles Netzwerk infiziert wurde.

Oracle versicherte seinen Kunden in dem Brief, der Angriff habe seine internen Systeme und die Cloud-Dienste nicht beeinträchtigt. Die Kreditkartendaten würden beim Bezahlvorgang und bei der Speicherung verschlüsselt.

mbö/AFP
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