Orvillecopter Mann baut Hubschrauber aus toter Katze

Dieser Kater kann fliegen: Ein niederländischer Künstler hat aus seinem toten Haustier einen Hubschrauber gebaut, an jeder Pfote dreht sich ein Rotor. Nun gibt es im Netz Streit, ob das genial ist - oder einfach nur geschmacklos.
Orvillecopter: Eine ungewöhnliche Art, seinem Haustier die letzte Ehre zu erweisen

Orvillecopter: Eine ungewöhnliche Art, seinem Haustier die letzte Ehre zu erweisen

Foto: STRINGER/ REUTERS

Der niederländische Künstler Bart Jansen  hat eine etwas ungewöhnliche Art, seiner toten Hauskatze die letzte Ehre zu erweisen: Aus dem abgezogenen Fell des Tieres konstruierte er einen Helikopter. Genauer gesagt einen Quadrocopter. An jede der vier ausgestreckten Pfoten des Katers montierte der Modellflugpilot Arjen Beltman in seinem Auftrag einen Rotor, das Ganze ist auf einem Gestell aus Plastik montiert.

"Respektvoll" gegenüber seiner toten Katze sei das, heißt es im Begleittext zu einem Video. Das Tier mit dem Namen Orville Wright - in Anlehnung an einen der beiden Wright-Brüder - sei von einem Auto überfahren worden, und nun sei es "halb Katze, halb Maschine". Zu Lebzeiten war Orville verrückt nach Vögeln, künftig soll er mit ihnen fliegen können. Orvillecopter nennt Jansen sein Kater-Kunstwerk.

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Kunstprojekt: Die Rotorkatze

Foto: STRINGER/ REUTERS

Die Meinungen über den fliegenden Kater gehen auseinander. Unter dem YouTube-Video des ersten Testflugs kommentierte  ein Nutzer namens JoergDD2DX: "Ausgestopfte Katze... Bart, du bist einfach nur pervers, aber kein Künstler!" Auch anderswo wird geschimpft. In einem Forum für Modellhubschrauber schreibt ein User namens Crizz : "Ich weiß nicht, was der sich eingeworfen hat, aber irgendwo hörts auch mal auf. Vielleicht sieht man als nächstes den Piloten selber zum Quad umgebaut..."

Auf einer ähnlichen Plattform kann ein User diese Aufregung nicht verstehen . "So leid es mir auch tut, ich seh da jetzt nichts so abartiges. Die Katze war tot und wäre somit sowieso 'entsorgt' worden. So hat sie wenigstens einen letzten Sinn", schreibt er. Auf Twitter resümiert User AndiH gelassen: "Bevor da kein ausgestopfter Blauwal als Quadrocopter fliegt, ist das doch alles Killefitz."

Tatsächlich ist die Kunst mit toten Tieren nichts Neues. Für Faszination und Empörung sorgte schon die Künstlerin Iris Schieferstein ; der Fotokünstler Magnus Mohr schuf Werke aus getrockneten toten Fliegen.

Der fliegende Orville ist nun im Rahmen einer Kunstausstellung in der St. Art Gallery in Amsterdam zu sehen. Als nächstes soll der Orvillecopter einen stärkeren Antrieb bekommen.

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ore/juh