Feuer bei Cloud-Anbieter Großbrand in Datenzentrum sorgt für Ausfall von Websites

Das Unternehmen OVH zählt zu den größten Cloud-Anbietern Europas. In Straßburg beschädigte am Mittwoch ein Feuer eines der Firmengebäude schwer. Die Folgen betrafen mehrere Websites und Dienste.
Das Feuer brach in der Nacht zu Mittwoch aus

Das Feuer brach in der Nacht zu Mittwoch aus

Foto: SAPEURS-POMPIERS DU BAS-RHIN / via REUTERS

Ein Brand in einem Rechenzentrum im französischen Straßburg hat Dienste zahlreicher Unternehmen gestört. Das Feuer war in der Nacht zu Mittwoch in einem der Rechenzentren des Hosting-Anbieters OVH ausgebrochen, wie das Unternehmen mitteilte. Bei dem Brand sei zwar niemand verletzt worden, das Feuer habe aber schweren Schaden angerichtet. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar. OVH gehört zu den größten Internetdienstleistern Europas.

Bei dem Feuer wurden nach Angaben von Firmenchef Octave Klaba vor allem zwei der vier Rechenzentren in Straßburg in Mitleidenschaft gezogen. Unternehmen und staatliche Organisationen nutzen die Server von OVH, um große Datenmengen zu speichern oder zu verwalten. OVH hat nach eigenen Angaben rund 1,5 Millionen Kunden weltweit und betreibt unter anderem 15 Rechenzentren in Europa.

Blick auf das beschädigte Gebäude von OVH am Mittwoch nach dem Brand

Blick auf das beschädigte Gebäude von OVH am Mittwoch nach dem Brand

Foto: PATRICK HERTZOG / AFP

Das Pariser Kulturzentrum Centre Pompidou schrieb am Mittag auf Twitter, dass seine Website wegen des Feuers nicht verfügbar sei. Auch die Dienste der Stadt Saint-Ouen-sur-Seine bei Paris waren nicht erreichbar. Die Kammer der französisch- und deutschsprachigen Anwaltschaften Belgiens sowie französische Wetterseiten meldeten ebenfalls Probleme.

Unternehmenschef Klaba schrieb am frühen Mittwochmorgen bei Twitter, der Brand sei gelöscht. Nach den ersten Messungen vor Ort stelle der Brand keine Gefahr für die Bevölkerung dar, teilte die örtliche Präfektur mit. Die Rechenzentren von OVH befinden sich im Straßburger Industriegebiet von Port aux Pétroles in der Nähe des Rheins. »Wir bewerten derzeit die Auswirkungen dieses Vorfalls und werden so bald wie möglich mit größtmöglicher Transparenz über den Fortschritt unserer Analyse ... kommunizieren«, teilte das Unternehmen mit.

hpp/dpa