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04. April 2014, 13:43 Uhr

Schutz vor Datendiebstahl

Fünf Tipps für bessere Passwörter

18 Millionen gestohlene Passwörter und Logins hat die Staatsanwaltschaft Verden entdeckt. Mit ein paar Tricks kann man sich zumindest vor dem Schlimmsten schützen, wenn Datendiebe und Hacker zuschlagen.

Schon wieder sind Millionen Kombinationen aus E-Mailadresse und Passwort aufgetaucht, die offenbar von Kriminellen erbeutet und nun ausgenutzt werden. Möglichst schnell sollen die betroffenen Nutzer nun informiert werden, teilt das Bundesamt für Sicherheit in der Information mit. Mit den folgenden Tipps machen Sie es den Datendieben zumindest nicht ganz so einfach:

1. Verabschieden Sie sich von "123456"

Wenn bei einem Anbieter Passwörter geklaut werden, sind diese zum Glück oft verschlüsselt. Das hilft allerdings wenig, wenn das Passwort einfach zu erraten ist. "123456", "Passwort" oder "geheim" sind immer noch beliebt, aber denkbar schlechte Codewörter. Würfeln Sie lieber ein paar Wörter zusammen, mit mehr als zwölf Zeichen, und ersetzen Sie mehrere Buchstaben durch Zahlen und Sonderzeichen. Dann tragen Sie im Kalender noch ein, dass Sie dieses Passwort in drei Monaten durch ein neues ersetzen. Mehr dazu lesen Sie hier: Wa$ 31n 51ch3r3$ Pa5$w0r7 157.

2. Ein Passwort nur für E-Mails

Eigentlich muss man sich für jeden Dienst ein neues Passwort ausdenken. In der Praxis nervt das allerdings dermaßen, dass man es schon mal vergisst. Aber zumindest für Ihre E-Mails sollten Sie sich ein sicheres Passwort ausdenken, das Sie wirklich nur dafür verwenden. Denn bei vielen Diensten kann man sein Passwort zurücksetzen - und bekommt dann eine E-Mail mit einem Link geschickt, mit dem man sich ein neues Passwort geben kann. Wer in Ihrem E-Mailaccount ist, kann so viele andere Accounts übernehmen. Das sollten Sie verhindern.

Noch besser sind sogenannte Passwort-Manager. Diese Programme kümmern sich automatisch darum, dass jeder Dienst ein eigenes, sicheres Passwort erhält. Experten empfehlen zum Beispiel die kostenlose Open-Source-Software Keepass. Aber auch der vertrauen Sie nicht alle Passwörter an, falls doch mal etwas schiefgeht: Passwörter für E-Mail-Konten speichern Sie nur im Gedächtnis ab. Oder auf Papier.

3. Vergessen Sie Ihr erstes Haustier

Für den Fall, dass man mal ein Passwort vergisst, schlagen viele Anbieter eine sogenannte Sicherheitsfrage vor. Man verrät dem Dienst eine Information, die nur man selbst kennt. Allerdings lassen sich die Antworten auf häufig vorgeschlagene Fragen nach Wohnort, Haustier und Mädchenname der Mutter oft einfach erraten. Also sollte man sich ein Geheimnis überlegen, dessen Antwort man tatsächlich nur selbst kennt - und die Antwort auch noch verrätseln. Eine konkrete Anleitung finden Sie hier.

4. Doppelt hält besser

Etwas, was man wissen muss, und etwas, das man bei sich hat: Nach diesem Prinzip funktioniert die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Sie kennen das vielleicht schon vom Online-Banking, wo man neben dem Passwort noch einen Code braucht, die sogenannte Tan, die man von einem Zettel abliest oder per SMS geschickt bekommt. Einige Anbieter bieten so eine doppelte Anmeldung an, zum Beispiel Google, PayPal oder Facebook. Kommt hier ein Passwort abhanden, ist das ärgerlich, aber nicht bedrohlich. Mehr über die Zwei-Faktor-Authentifizierung lesen Sie hier.

5. Ein gutes Passwort ist nicht alles

Wer seine Daten und seine Privatsphäre vor Kriminellen schützen will, braucht mehr als nur gute Passwörter. Bei Diensten wie Google, Facebook oder Twitter kann man Apps den Zugriff auf Daten erlauben. Diese Zugriffsberechtigungen sollte man regelmäßig überprüfen und nicht mehr genutzte Apps löschen - sicher ist sicher. Wie man verschlüsselt kommuniziert und sich anonym im Netz bewegt, zeigen wir Ihnen hier.

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