Phishing PayPal-Betrüger locken Opfer mit Glücksspielmasche

Sieht aus wie PayPal, ist aber nicht PayPal: Kriminelle versuchen derzeit, Nutzerinnen und Nutzern des Zahlungsdienstes ihre Zugangsdaten sowie ihre Kreditkartendaten zu entlocken.
PayPal-Website: Betrüger setzen auf die weite Verbreitung des Bezahldienstes

PayPal-Website: Betrüger setzen auf die weite Verbreitung des Bezahldienstes

Foto: Silas Stein / dpa

Mit dem eigenen PayPal-Konto ist etwas auf einer Glücksspielseite bezahlt worden? Aber ich kann die Zahlung angeblich noch stoppen, wenn ich mich jetzt gleich hier über diesen Link in mein Konto einlogge? So ein Glück im Unglück möchte man meinen –, wenn die E-Mail nicht gefälscht wäre.

Wer aktuell solch eine oder eine ähnliche Mail erhält, sollte der Nachricht keinen Glauben schenken und keinesfalls auf Links darin klicken, warnt das Verbraucherschutzportal »Watchlist Internet« . Hinter der Nachricht steckten Kriminelle, die versuchen, Nutzerinnen und Nutzern ihre Zugangsdaten zum PayPal-Konto sowie ihre Kreditkartendaten abzujagen.

»Wir haben eine Anfrage zur Einzahlung in einem Online-Glücksspielladen mit Ihrer mit Ihrem PayPal-Konto verknüpften Karte erhalten«, heißt es in den Fake-Nachrichten beispielsweise, in denen man oft auch Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler entdecken kann.

Eindeutig keine echte PayPal-Internetadresse

Bei der aktuellen Masche werden die Opfer auf eine vermeintliche PayPal-Seite geleitet, die zwar recht gut gefälscht, aber an der Internetadresse (URL) als Fälschung zu erkennen ist, wenn man darauf achtet: »payphelpcenter370172755.info« ist eindeutig keine echte PayPal-URL.

Generell gilt: Wer bei Nachrichten, die Kontosperrungen oder dubiose Transaktionen suggerieren, unsicher ist, sollte sich in Ruhe auf gewohntem Wege beim betreffenden Konto anmelden und dort nachsehen. Dabei empfiehlt es sich, die Internetadresse von Hand in den Browser zu tippen oder die Seite über eine Suchmaschine anzusteuern. Im Konto selbst lässt sich meistens schnell klären, dass die Behauptungen aus der E-Mail frei erfunden sind.

Wer diesmal auf die Betrüger hereingefallen ist und auf deren Phishing-Seiten seine Daten preisgegeben hat, sollte direkt das PayPal-Passwort ändern und seine Bank wegen der Kreditkarte informieren. Außerdem ist es ratsam, bei PayPal die Zwei-Faktor-Authentifizierung über eine spezielle App zu aktivieren, nicht nur über die eigene Handynummer. PayPal gibt hier Hinweise zur Einrichtung .

Bei etwaigen bereits abgebuchten Beträgen sollte man versuchen, diese von der Bank zurückholen zu lassen. Lässt sich entstandener finanzieller Schaden nicht rückgängig machen, bleibt nur eine Anzeige bei der Polizei.

pbe/dpa